Raumnot

Claudiusschule: Stadt denkt über Umbau des Schwimmbads nach

Hausmeister Markus Knabke im Lehrschwimmbecken der Claudiusschule. Aufgrund der Raumnot in der Schule prüft die Stadt zurzeit, ob ein Umbau des Schwimmbads finanzierbar ist.

Hausmeister Markus Knabke im Lehrschwimmbecken der Claudiusschule. Aufgrund der Raumnot in der Schule prüft die Stadt zurzeit, ob ein Umbau des Schwimmbads finanzierbar ist.

Foto: Ralph Bodemer

Herne.   Aus der Bezirksvertretung Wanne: Stadt berichtete über Raumnot an der Claudiussschule. Der Umbau des Lehrschwimmbeckens ist eine Option.

Die steigenden Schülerzahlen erhöhen den Handlungsdruck auf die Verwaltung. Dies gilt insbesondere für den Stadtbezirk Wanne, wie am Dienstag in der Sitzung der Bezirksvertretung Wanne erneut deutlich geworden ist. Diesmal im Fokus: die Claudiusschule.

Auf Anfrage der CDU bestätigte Schulamtsleiter Klaus Hartmann, dass die räumliche Situation an der Grundschule „sehr beengt“ sei. „Es wird immer enger“, sagte der Stadtmitarbeiter unter Verweis auf den steigenden Bedarf durch Inklusion, Integration und Ganztag. Der Erweiterungsbedarf liege an der Claudiusstraße bei rund 350 Quadratmetern.

Die Frage von CDU-Bezirksfraktions-Chef Frank Droste, ob durch Aufgabe des Lehrschwimmbeckens an der Claudiusschule neue Räumlichkeiten geschaffen werden könnten, bejahte Hartmann. Durch Umbau von Duschen und Umkleiden könnten zunächst zwei neue Räume entstehen. Ein Umbau des Schwimmbeckens sei „nicht so einfach“, so Hartmann. Die Stadt prüfe zurzeit, was machbar sei. Eine weitere Option wäre ein Neubau auf dem Schulgelände.

Da das Gebäude Claudiusschule durch die neue Schulmodernisierungsgesellschaft generalsaniert werden müsste, würde es Sinn machen, „alles in einem Rutsch“ anzugehen, so Hartmann.

Protest gegen Baumfällung

Die Fällung eines „gesund aussehenden Baumes“ an der Aldi-Einfahrt auf der Resser Straße beklagte der Bezirksverordnete Günter Nierstenhöfer (Piraten). Nach Kennzeichnung des Baumes sei er von Anwohnern alarmiert worden, habe die in einer „Nacht- und Nebelaktion“ durchgeführte Fällung nicht mehr verhindern können.

Stadtgrün-Chef Heinz-Jürgen Kuhl berichtete, dass der Baum entfernt worden sei, weil er aufgrund erheblicher Schäden nicht mehr verkehrssicher gewesen sei. Die Schäden seien vor allem deshalb entstanden, weil der Lieferverkehr die Baumscheibe überfahren habe. Aldi könne dafür aber nicht haftbar gemacht werden.

Nierstenhöfer stellte dies in Frage und kritisierte die Informationspolitik der Verwaltung. Die Politik habe keine Chance gehabt, sich rechtzeitig einzuschalten.

Stadt will Bahn-Kiosk nicht

Der Umbau der seit Jahren leer stehenden Trinkhalle an der Hauptstraße/Berliner Straße zu einem Treffpunkt für die Wanner Trinker-Szene ist nach Einschätzung der Verwaltung endgültig vom Tisch. Das berichtete die Stadt unter Verweis auf einen Ortstermin mit dem Kiosk-Eigentümer Deutsche Bahn.

Die Räumlichkeiten und die sanitären Anlagen seien in einem sehr schlechten Zustand. Allein die Sanierungskosten würden nach Schätzung des städtischen Gebäudemanagements (GMH) bei rund 60 000 Euro liegen. Die Bahn wolle nicht mehr investieren, hieß es. Außerdem müsste die Stadt sich verpflichten, nach Ende der Nutzung die Abrisskosten zu übernehmen. Fazit der Stadt: Die Immobilie sei ungeeignet, eine Anmietung wäre unwirtschaftlich.

Günter Nierstenhöfer (Piraten) stellte die Aussagen der Stadt in Frage. Die Verwaltung habe keinerlei Fakten präsentiert. Auch die Höhe des Mietzinses sei nicht benannt worden. Nierstenhöfers Resümee: Die Stadt wolle einfach nicht. Der Pirat räumte ein, dass die Trinkhalle „nicht das dollste Objekt ist“. Da es im Umfeld aber keine Alternative gebe, sei das Verhalten der Verwaltung inakzeptabel.

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