CDU-Jahresempfang

CDU: Rot-Schwarz sorgt in Herne für stabile Verhältnisse

Offizielle beim CDU-Jahresempfang: (v.l.) Josef Hovenjürgen (CDU-Generalsekretär in NRW), Timon Radicke (Hernes CDU-Chef), Paul Ziemiak (CDU-Generalsekretär in Deutschland), Bettina Szelag (CDU-Fraktionschefin), Horst Severin (stellvertretender Fraktionschef) und Andrea Oehler (Bürgermeisterin).

Offizielle beim CDU-Jahresempfang: (v.l.) Josef Hovenjürgen (CDU-Generalsekretär in NRW), Timon Radicke (Hernes CDU-Chef), Paul Ziemiak (CDU-Generalsekretär in Deutschland), Bettina Szelag (CDU-Fraktionschefin), Horst Severin (stellvertretender Fraktionschef) und Andrea Oehler (Bürgermeisterin).

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   Die CDU-Fraktion in Herne hat ihren Jahresempfang veranstaltet. Dabei ging es um die Rats-Koalition mit der SPD und um einen Überraschungsgast.

„Herne ist auf einem guten Weg“. Diese Bilanz zog die CDU-Fraktionsvorsitzende Bettina Szelag am Montagabend beim Jahresempfang ihrer Fraktion im Veranstaltungszentrum Gysenberg. Die rot-schwarze Koalition im Rat sorge für stabile politische Verhältnisse, stellte sie fest. Nicht zuletzt sei die Kooperation mit der SPD auch ein Garant dafür, dass Investoren nach Herne kämen. „Das bringt Arbeitsplätze, bringt Wohnqualität, das bringt Herne weiter“, so Szelag.

Eingeladen in den Gysenberg hatte die CDU-Fraktion Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirchen, Vereinen und Verbänden. Und sie präsentierte, so die Fraktionschefin, diesmal einen „Überraschungsgast“: Justus Lichau. Der Jura-Student gewann im vergangenen Jahr einen zweiten Preis beim „Herbert“, dem städtischen Jugendkulturpreis, mit einem Gedicht über den Flüchtling Amir. Dieses Gedicht trug der ehemalige Schüler des Pestalozzi-Gymnasiums den Gästen noch einmal vor.

Szelag: Wir haben es mit Menschen zu tun

Es mache einmal mehr deutlich, „dass wir es immer mit Menschen zu tun haben“, sagte die CDU-Fraktionschefin nach dem Vortrag. Und: „Immer sind es Einzelschicksale.“ Auch wenn sie kein verklärtes Bild von Flüchtlingen zeichnen und auch nicht alle nach Deutschland einladen wolle, die in ihrer Heimat Probleme hätten, so bat sie aber eindringlich darum, bei Beschlüssen rund um Flüchtlingsfragen „unsere Menschlichkeit nicht zu vergessen“.

Dass die Kooperation mit der SPD Früchte trage, untermauerte sie einer langen Liste. Schulen würden modernisiert, eine sogar neu gebaut, die Feuerwehr erhalte zukunftsfeste Füße, Straßen würden erneuert, Rot-Schwarz kümmere sich zudem um Schrottimmobilien, eine Wohnumfeldverbesserung und mehr Sicherheit, wirke dem Pflegeplatzmangel entgegen und baue neue Kitas sowie Wohnungen. Nicht zuletzt: „Wir sehen dem Klimawandel mit mutigen Ideen ins Auge.“ Dass es dennoch noch genug zu tun gibt, wollte sie nicht verhehlen. Dabei setzt sie auch auf Hilfe von Bund und Land.

Ziemiak spannte Bogen von China bis Flughafen BER

Hauptredner war Hernes CDU-Bundestagsabgeordneter Paul Ziemiak. In einem kleinen Rundumschlag durch die Weltpolitik spannte er einen Bogen von China über Trump bis hin zu Brexit und Flughafen BER. Und auch ein paar persönliche Einblicke gewährte er, etwa über sein neues Amt, dem des CDU Generalsekretärs. Job und Privatleben, bekannte er, seien „so gut wie nicht zu verbinden“. Aber: Es sei ein „selbstgewähltes Schicksal“, das er da habe, und das mache „große Freunde“. Einfacher dürfte es für den 33-Jährigen nicht werden: Das zweite Kind kommt in diesen Tagen.

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