Kundgebungen

Bündnis Herne plant Demo gegen Rechts auf neuer Route

Das „Bündnis Herne“ will bei einem Demonstrationszug ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung setzen.

Das „Bündnis Herne“ will bei einem Demonstrationszug ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung setzen.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Herne.  An diesem Dienstag sind wieder Kundgebungen in Herne-Mitte gegen Rechts geplant. Ob die „besorgten Bürger“ wieder laufen, ist aber noch unklar.

Das „Bündnis Herne“ hat auch für diesen Dienstag, 14. Januar, wieder zu Kundgebungen gegen Rechts eingeladen. Hintergrund sind die so genannten Spaziergänge der „besorgten Bürger“, die wöchentlich stattfinden. Ob die „besorgten Bürger“ auch diesmal durch Herne-Mitte laufen, steht aber noch in den Sternen.

Klar ist: Um 17.30 Uhr findet als Reaktion auf die selbsternannten „besorgten Bürger“ wie immer dienstags ein ökumenischer Open-Air-Friedensgottesdienst vor der Kreuzkirche (Europaplatz) statt. Gestaltet wird er diesmal von den Pfarrern Arnd Röbbelen (evangelische Kirche) und Georg Birwer (katholische Kirche), heißt es. Für 18 Uhr dann lädt das überparteiliche „Bündnis Herne“ wie gewohnt zu einer Kundgebung auf den Robert-Brauner-Platz ein. Die Besonderheit diesmal: Zügig soll sich ein Demonstrationszug bilden, der in größeren Teilen auch die Strecke nutzen soll, die die „besorgten Bürger“ für ihre „Spaziergänge“ nehmen, so ein Sprecher des Bündnisses zur WAZ. „Wir wollen uns Teile der Strecke zurückholen“, begründet er.

Noch keine Anmeldung der „besorgten Bürger“

Die „besorgten Bürger“, die nun unter dem Namen „Stark für Herne“ unterwegs sind, haben – abgesehen von den Weihnachtsferien – seit September 2019 erst zum zweiten Mal keine Versammlung angemeldet, sagt ein Polizeisprecher auf Anfrage der WAZ. Formell hätten sie das bis 48 Stunden vor Beginn machen müssen. Da die Polizei aber in dieser Angelegenheit „nicht unvorbereitet“ und das Versammlungsrecht ein hohes Gut sei, könne die Veranstaltung in diesem Fall noch „nachgemeldet“ werden. „Kritisch“ würde die Polizei es dagegen betrachten, wenn die „besorgten Bürger“ ohne Anmeldung eine Versammlung abhalten wollten. Dann müsste die Polizei eingreifen und beispielsweise einen Demonstrationszug unterbinden. Auch sei eine Anzeige möglich.

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