"Brockenhaus 2" macht auf

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Im Geschäft der Gesellschaft freie Sozialarbeit (GfS) an der Hauptstraße werden Kleidung und Haushaltsutensilien verkauft. Außerdem sind zwei neue Projekte gestartet

Noch ist nicht zu erahnen, wer in Kürze in die Hauptstraße 295 einziehen wird. Die Schaufenster sind zugeklebt, ein Schild verweist auf die vorherige Nutzung: Dort, an der Ecke Mozartstraße, wo früher der Teppichladen Arslan beheimatet war, eröffnet demnächst das "Brockenhaus 2". In dem von der Gesellschaft freie Sozialarbeit (GfS) betriebenen Geschäft werden zukünftig gebrauchte Kleidungsstücke und kleinere Haushaltsutensilien verkauft. Das Konzept ist angelehnt an das "Brockenhaus" in der Corneliusstraße, wo vor allem Second-Hand-Möbel zu günstigen Preisen erhältlich sind. Die GfS wird jedoch nicht nur das Ladenlokal anmieten, sondern auch die erste Etage beziehen.

Zusätzliche Räumlichkeiten mussten angemietet werden, da vor kurzem zwei neue GfS-Projekte starteten. So sollen im "Brockenhaus 2" auch suchtgefährdete und -kranke Menschen mitarbeiten. Die wurden von der Arge Herne ausgewählt, 16 Männer und Frauen erklärten sich bereit, an dem Programm für Süchtige teilzunehmen. Sie werden, je nach Qualifikation, in der Schreinerei, im Lager oder im Verkauf eingesetzt und dabei von der Sozialpädagogin Karen Wietoska unterstützt. "Durch den geregelten Tagesablauf sollen die Menschen Stabilität erhalten. Ein großer Erfolg wäre es, wenn sich einige während dieses Projektes zu einer Therapie entschlössen", sagt Wietoska. Bei besonders eifrigen Absolventen sei sogar eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt denkbar. Nach Ablauf des auf zwölf Monate befristeten Projektes könnten einigen von ihnen Unternehmens-Praktika vermittelt werden. Es handelt sich hierbei um ein Modellprojekt, bei erfolgreichem Verlauf soll es auf andere Kommunen in der Region ausgeweitet werden. Außerdem wird die vor kurzem gegründete Kompetenzagentur in Wanne-Mitte untergebracht. Diese kümmert sich um Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren, die "schulmüde sind und Gefahr laufen, in eine Subkultur abzurutschen", erklärt Gisbert Luig von der GfS. Insgesamt drei Betreuer versuchen gegenzusteuern und einen langfristigen Kontakt aufzubauen. je

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