Live-Reihe

Britpop, Opa Walter und mehr: Teppich-Konzert im Pluto

Beim Teppich-Konzert im Stadteilzentrum Pluto: das Duo Hello Luke. Musiker und Bands befinden sich hier auf Augenhöhe. Foto:Ralph Bodemer

Beim Teppich-Konzert im Stadteilzentrum Pluto: das Duo Hello Luke. Musiker und Bands befinden sich hier auf Augenhöhe. Foto:Ralph Bodemer

herne.   Das Herner Rockbüro veranstaltete am Samstagabend sein fünftes Teppich-Konzert im Pluto. Warum dieses Konzept auch diesmal so gut funktionierte.

Warmes, gedämpftes Licht, Liegestühle und Feldbetten mit Stoff bezogen. Wenn am Samstag wirklich ein Konzert im Café Pluto stattfinden sollte, dann ein sehr gemütliches. Zum fünften Mal legte das Rockbüro Herne Teppiche aus, stellte ein Schlagzeug und Verstärker bereit und ließ den Dingen ihren Lauf.

Auf Augenhöhe mit dem Publikum durfte ein jeder seine Lieder singen, ob im Vorfeld angemeldet oder spontan dazugekommen. Etwa 30 Leute hörten zu und sangen hier und da mit.

Lagerfeueratmosphäre im Saal

Die Idee dazu, sei vor fünf Jahren aus der Not heraus geboren, erzählte Jakob Terlau. „Durch eine kurzfristige Bandabsage waren wir damals gezwungen zu improvisieren. Also haben wir Teppiche ausgelegt und jedem die Möglichkeit gegeben, Musik zu spielen. Das kam sehr gut an. Dadurch, dass wir keine Bühne haben, ist man ebenerdig mit dem Publikum und so viel näher dran“, so der Vorsitzende des Rockbüros.

Nicht ganz ohne Bühnenerfahrung starteten die beiden Gitarristen von Hello Luke. Eigentlich im Britpop beheimatet, verzichteten sie auf Schlagzeug und Bass und befeuerten den frühen Abend mit Songs über das Fröhlichsein. Trotz Lagerfeueratmosphäre gab es im Publikum keine Spur von Müdigkeit.

Klapper brachte den Stein ins Rollen

Auch Tommy Klapper, der den Jam moderierte, war angetan: „Es ist was Feines, sich einfach mal vor ein Publikum zu stellen und sich ausprobieren zu können. Wir vom Rockbüro legen dabei Wert darauf, dass sich die Musiker wohl fühlen. Man schaut den Musikern in so einer lockeren Stimmung beim Musikersein zu“, erzählte der Mann, der vor fünf Jahren den Stein ins Rollen gebracht hat.

Auch er stieg dann ein und begleitete etwa Opa Walter im Matrosenoutfit mit der Akustikgitarre. Zur Begleitung am E-Piano stieß ein Besucher dazu und gab dem Blues von Dirk Hinterlang noch das gewisse Extra. Als dann noch aus dem Nichts heraus das Schlagzeug Rückendeckung lieferte, ging es musikalisch durch die Decke.

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