Digitalisierung

Bogestra will die Campusline U35 mit WLAN ausstatten

Soll demnächst von der Bogestra mit WLAN ausgestattet werden: die Campusline (U35) zwischen Herne und der Bochumer Ruhr-Universität.

Foto: Ingo Otto

Soll demnächst von der Bogestra mit WLAN ausgestattet werden: die Campusline (U35) zwischen Herne und der Bochumer Ruhr-Universität. Foto: Ingo Otto

Herne/Bochum/Hattingen.   Um Fahrgästen das Surfen zu erleichtern, will die Bogestra die U35 mit WLAN ausstatten. Ein Test in Linienbussen stieß aber auf geringe Resonanz.

Ende 2015 hat die Bogestra in Bochum den ersten Linienbus probeweise mit freiem WLAN ausgestattet. Das Angebot des auch auf Herner Stadtgebiet eingesetzten Busses sei von den Fahrgästen weniger genutzt worden als erwartet, so ein Zwischenfazit des Nahverkehrsunternehmens im Juni 2017. Nun will die Bogestra die Herner/Bochumer Campuslinie U 35 mit WLAN ausrüsten, um Fahrgästen das Surfen im Netz zu erleichtern.

Das bestätigte die Bogestra auf Anfrage der WAZ. Josef Becker vom städtischen Fachbereich Tiefbau und Verkehr hatte der Herner Politik zuvor über entsprechende Pläne für die von Schloß Strünkede bis zur Ruhr-Universität führenden U-Bahn-Linie informiert. Insgesamt sechs der 22 Haltestationen liegen auf Herner Stadtgebiet.

Details über das WLAN-Projekt für die Campuslinie wolle die Bogestra der Öffentlichkeit aber erst Anfang April mitteilen, erklärt Sandra Bruns, Sprecherin des Nachverkehrsunternehmens, auf Anfrage. Was sie sagen kann: WLAN im Testbus sei von Fahrgästen weniger genutzt worden als erwartet. Zum einen, weil die Anmeldemaske für die Nutzer sehr umständlich gewesen sei. Ein weiterer Hemmschuh: Die Fahrzeit in Bussen sei häufig relativ kurz. In Straßenbahnen seien Fahrgäste im Schnitt länger unterwegs, so Bruns.

HCR hat keine WLAN-Pläne

Die HCR hat noch kein WLAN-Projekt in einem ihrer Linienbusse gestartet. Mit dem Thema habe man sich aber bereits intensiv befasst, sagt Dirk Rogalla, Sprecher des Herner Nahverkehrsunternehmens. Und zwar: in der Kooperative östliches Ruhrgebiet (KöR), in der sich Nahverkehrsunternehmen der Region zusammengeschlossen haben. Es mache in vielen Bereichen keinen Sinn, wenn jedes Unternehmen eigene Tests durchführt - schon gar nicht bei sehr kostspieligen Projekten.

Kurz- bis mittelfristig sei WLAN in Bussen der HCR nicht geplant. „Das haben wir nicht in der Pipeline“, sagt Rogalla unter Verweis auf die Bochumer Erfahrungen mit WLAN in Bussen.

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