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Blumenthal: Bürger gründen Initiative

Die Bürgerinitiative „Stadtwald Herne-Wanne“ (BI) hat sich offiziell gegründet. Die Mitglieder fordern einen neuen Stadtwald auf dem ehemaligen Areal der Zeche General Blumenthal in Wanne-Süd. Die Stadt will auf der Fläche bekanntlich Firmen ansiedeln.

Die Bürgerinitiative „Stadtwald Herne-Wanne“ (BI) hat sich offiziell gegründet. Die Mitglieder fordern einen neuen Stadtwald auf dem ehemaligen Areal der Zeche General Blumenthal in Wanne-Süd. Die Stadt will auf der Fläche bekanntlich Firmen ansiedeln.

„Die Bürgerinitiative möchte ,Grün’ statt weiterer Stickoxide und Feinstaubbelastung, die zwangsläufig Folge eines weiteren Gewerbegebietes inmitten der Wohnbebauung wären“, erklärt Heinrich Kill für die BI. Die Initiative wolle Herner und Wanner regelmäßig informieren und motivieren, sich für einen Stadtwald einzusetzen.

Auch Sportvereine, Naturfreunde, Schulen und Kitas sollen gezielt angesprochen und auf das Kleinod aufmerksam gemacht werden. Darüberhinaus seien weitere Veranstaltungen, eine Petition und die Einrichtung einer neuen Internetseite (www.stadtwald-herne.de) geplant.

Die bisherige Resonanz sei sehr groß, berichtet Kill. In der ersten Versammlung hätten sich mehr als 80 Bürger der Forderung „Wir wollen Wald“ angeschlossen. Zum zweiten Treffen von Bürgern, die sich aktiv in die Arbeit einbringen wollten, seien mehr als 30 Menschen gekommen.

Schon im Jahr 2017 hätten Bürger bei der Stadtverwaltung die Begrünung des Geländes angeregt. Die Stadt habe damals versprochen, rechtzeitig über die Planung zu informieren. Das sei nicht geschehen, so Heinrich Kill. Um so größer sei der Unmut darüber, dass Oberbürgermeister Frank Dudda das Blumenthal-Gelände jüngst bei der Immobilienmesse in Cannes vorgestellt habe.

Zweifel am städtischen Gutachten

Die Initiative fordert nun unter anderem eine Offenlegung der von der Stadt beauftragten Machbarkeitsstudie zu dem Gelände. „Die Bürger sind nicht informiert worden, was als ,machbar’ untersucht werden soll, zu welchem Zweck und zu welchen Kosten“, so die Kritik an der Stadtverwaltung.

Und die Initiative wirft die Frage auf, aus welchen Gründen die Stadt Gutachten auf Kosten aller Bürger in Auftrag gebe, um die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Privatgrundstücken auszuloten. Denn: „Genau dies ist hier geschehen.“

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