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Biologe zum Herner Wespenunglück: "extrem ungewöhnlich"

Ein gesunder Mensch könne 1000 Stiche aushalten, ohne dass es gefährlich werde.

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Ein gesunder Mensch könne 1000 Stiche aushalten, ohne dass es gefährlich werde.

Herne.   Ein Prozent der Bevölkerung ist gegen Wespengift allergisch. Ein gesunder Menschen könne 1000 Stiche aushalten, so ein Wissenschaftler.

Dass ein Mensch durch Wespenstiche stirbt, sei „extrem ungewöhnlich“, sagt Richard Köhler, Wissenschaftler in der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet in Herne-Mitte.

Ein gesunder Mensch könne 1000 Stiche aushalten, ohne dass es gefährlich werde. Anders sei das, wenn ein Mensch allergisch gegen Wespengift sei; das sei bei etwa einem Prozent der Bevölkerung der Fall: „Dann reichen schon sehr wenige Stiche, damit es lebensbedrohlich wird.“ Wespen seien dann aggressiv, wenn sie einen Angriff gegen ihr Nest vermuteten, so der Biologe.

Was können gestochene Menschen tun?

„Zunächst ist es wichtig zu erkennen, ob es sich um eine allergische Reaktion handelt“, sagt Petra Stuckmann, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Allergologie im MVZ Herne am Hölkeskampring. Sei die Stelle um den Stich rot und jucke sie, dann sei dies keine allergische Reaktion, sondern der örtliche Schmerz, den das Gift verursache. Eine allergische Reaktion sei daran zu erkennen, dass im Körper eine sogenannte Fernreaktion durch einen Stich ausgelöst werde.

Dazu zähle, dass ein Juckreiz an anderen Stellen – etwa an Händen und Füßen oder am ganzen Körper – auftrete. Auch Kreislaufbeschwerden, Luftnot, ja Harn- und Stuhldrang seien Zeichen. Stuckmann rät: Betroffene sollten sofort ins Krankenhaus fahren.

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