Konzert

Bezaubernde Wintergeschichten mit Stefanie Boltz in Herne

Stefanie Boltz trat mit dem Winterprogramm „Midwinter Tales“ im Literaturhaus Herne auf, zusammen mit Gitarrist Martin Kursawa und Sven Faller am Bass.

Stefanie Boltz trat mit dem Winterprogramm „Midwinter Tales“ im Literaturhaus Herne auf, zusammen mit Gitarrist Martin Kursawa und Sven Faller am Bass.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Die Singer-Songwriterin Stefanie Boltz beschwor im Literaturhaus Herne mit ihrer wandlungsfähigen Stimme die ganze Palette der Gefühle.

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Mit ihren „Midwinter Tales“ verzauberte am Freitagabend die Singer-Songwriterin Stefanie Boltz zusammen mit Gitarrist Martin Kursawa und Sven Faller am Bass die Gäste im weihnachtlich geschmückten Literaturhaus.

Der Tannenbaum mit seinem dezenten Lichterschmuck links neben der Bühne unterstreicht den intimen Charakter des Abends, die Gäste fühlen sich so direkt angesprochen wie im Wohnzimmer. Und Stefanie Boltz beschwört im Literaturhaus mit ihrer faszinierend wandlungsfähigen Stimme die ganze Palette der Gefühle – zutiefst intim, aber auch virtuos und tiefgründig. Ungesagtes und Unsagbares schwingt in diesen Liedern und doch pulsieren sie voller Dynamik.

Gefühle erwachen aus der Winterstarre

Von der Liebe singt sie natürlich, in ihrem Song „Sehnsucht“ erwachen die Gefühle in einem intimen Selbstgespräch zu verhaltenen Gitarrenakkorden und leisen Liegetönen des Basses in ihrer klaren und doch auch warmen Stimme wie aus einer Winterstarre. Eine Ode an die Teenagerjahre ist „Adorable stupid girls“, eine Ballade mit einem leichten Countrytouch über die Zeit, in der die Liebe beginnt. Die Liebe, die auf den Frühling hofft, beschreibt Stefanie Boltz in ihrem Song „April skies“, der durch die pizzicati des Basses einen apart groovigen Klangcharakter annimmt. Die verklärte Rückschau einer Strafgefangenen auf das Fest der Liebe besingt die wandlungsfähige Entertainerin in Tom Waits’ „Christmas Card from a Hooker“.

Ihr Sprechgesang geht unter die Haut, die unterschiedlichsten Gefühle spiegeln sich in ihrer klaren Stimme, die auch vor kehlig-rauen Klängen nicht zurückschreckt. Grelle Gitarrenakkorde und rhythmische Trommelschläge auf den Bass verleihen „Sound of Silence“ zusammen mit Boltz’ beschwörender Stimme einen archaischen Charakter, das Scheitern einer Liebe besingt sie mit jazzigen Untertönen mit „Im Schnee verbrennen“. Dunkle Bluestöne schlägt die Sängerin in „I ain’t got nothing“ an, Martin Kursawe groovt dazu an der Gitarre. Die Höhen und Tiefen im Leben wie in der Liebe sind das Thema von „Up and Down“, und mit einem Christmas Song entließen Stefanie Boltz, Martin Kursawe und Sven Faller ihre Gäste in die Weihnachtszeit.

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