Landgericht

Bewaffnete Raubüberfälle: Wanner-Eickeler muss ins Gefängnis

Ort der Verhandlung war das Bochumer Justizzentrum.

Ort der Verhandlung war das Bochumer Justizzentrum.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Herne.  Er überfiel eine Taxifahrerin und eine Nettofiliale in Herne. Dafür schickte das Bochumer Landgericht den Wanne-Eickeler nun ins Gefängnis.

Mehr als drei Jahre nach zwei bewaffneten Raubüberfällen auf eine Taxifahrerin und einen Netto-Markt in Horsthausen ist jetzt auch der lange gesuchte „zweite Mann“ verurteilt worden. Der Wanne-Eickeler (24) kassierte am Bochumer Landgericht sieben Jahre und drei Monate Jugendhaft.

Der einschlägig Vorbestrafte stritt seine Beteiligung an den zwei Raubtaten bis zuletzt ab. Die Richter der 3. Jugendstrafkammer waren am Ende überzeugt, dass der 24-Jährige in beiden Fällen einer von zwei Räubern war – sowohl beim brutalen Raubüberfall auf eine Taxifahrerin am Schleusenweg am 6. Februar 2016 als auch beim Überfall auf den Netto-Markt an der Langforthstraße vom 19. Oktober 2016. Gesamtbeute: knapp 3000 Euro.

Komplize sagte gegen den Angeklagten aus

Die Richter stützen ihr Urteil maßgeblich auf die Angaben des bereits verurteilten Täters. Der gleichaltrige Herner war für die zwei Raubüberfälle vor zwei Jahren bereits zu sechs Jahre Haft verurteilt worden und hatte dabei den Namen des 24-Jährigen genannt. Im aktuellen Prozess mauerte der bereits Verurteilte zunächst, schließlich aber wiederholte er als Zeuge seine Anschuldigungen gegen den nun Angeklagten.

Zweites Beweismittel waren DNA-Spuren an einer schwarzen Mütze. Über die Kopfbedeckung hatte der der bereits verurteilte Doppelräuber gesagt, er habe sie dem Komplizen vor dem Coup im Netto-Markt zur Maskierung übergeben. Experten des Landeskriminalamts hatten die Mütze vor wenigen Wochen auf Spuren untersucht und dabei eindeutig DNA des 24-Jährigen nachgewiesen.

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