Rock-Szene

Bandfusion: Gruppe avanciert vom Lückenfüller zum Sieger

Unter technischen Problemen litt in den Flottmann-Hallen der Auftritt der Sängerin NiMa Lindner und ihrer Band.

Foto: Jürgen Theobald

Unter technischen Problemen litt in den Flottmann-Hallen der Auftritt der Sängerin NiMa Lindner und ihrer Band. Foto: Jürgen Theobald

Herne.   Neun Bands spielen für jeweils 15 Minuten - so am Samstag das Konzept von „Bandfusion Royal“ in den Flottis. Am Ende gab es eine Überraschung.

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Neun Bands spielen jeweils für 15 Minuten – das ist das Konzept von „Bandfusion Royal 2017“, eine Kooperation des Rockbüros Herne und des Kulturveranstalters „Roomservice“. Am Samstagabend haben die teilnehmenden Gruppen in den Flottmann-Hallen um den Sieg und damit um drei Plätze beim Bandfusion Open Air im Strünkede-Park am 10. Juni gerungen.

Pannen blieben nicht aus: NiMa Linder und Band hatten bei ihrem Auftritt mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen. Anschließend lief jedoch alles glatt - so auch beim Auftritt von AGORA.

Abwechslung durch HipHop-Combo

Die Herner HipHop-Combo war bereits 2016 dabei gewesen, damals noch als letzte Band. Nun traten sie zu Beginn an. Die Energie war sowohl auf der Bühne als auch beim Publikum deutlich besser. Das lag aber auch daran, dass AGORA diesmal mit Liveband auftrat. Eine gelungene Abwechslung zum ansonsten rocklastigen Aufgebot.

Neu war in diesem Jahr das Abstimmungs-System. Bisher hatte es ein Publikumsvoting gegeben, bei dem im Vorfeld Besucher ausgewählt wurden, die nach jedem Auftritt Punkte von 1 bis 10 vergaben. Diesmal verlegte das Bandfusion-Team die Wahl ins Netz: Nachdem alle Bands gespielt hatten, konnten die Besucher für zehn Minuten auf Facebook abstimmen. Mehrfachabstimmungen waren erlaubt. „Das hat gut funktioniert“, so Rockbüro-Vorsitzender Jakob Terlau.

Ausschreibung über freien Platz über Facebook

Über den Sieg freuen konnte sich am Ende die Herner Stoner-Rock-Band EZAN, die erst am Tag der Bandfusion für die Mülheimer Formation G140 aus Mülheim eingesprungen war. Die Ausschreibung über den freien Platz erfolgte ebenfalls über Facebook. Auf Platz zwei folgte die Bochumer Alternative-Rockband The Crossheads. Das dritte und letzte Ticket fürs Open-Air-Konzert löste die Herner Psychedelic-Rockband Belle Epoque.

Terlaus positives Fazit: „Die Bandfusion ist mehr als nur neun Bands in drei Stunden. Die Herner Musikszene versammelt sich vor und auf der Bühne.“ Es sei schön zu sehen, dass zwar viele bekannte Gesichter dabei seien, die Szene sich aber trotzdem verändere und erweitere. Sieben der neun Bands kamen aus Herne. Insgesamt waren im Vorfeld 60 Bewerbungen eingegangen.

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