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Ausstellung über Bischofs-Mätressen gerät gar nicht anstößig

Der Künstler Jörg Lippmeyer präsentiert sein „Umme Ecke“. Die Bilder hängen – wi der Name verrät – absichtlich über Eck.

Der Künstler Jörg Lippmeyer präsentiert sein „Umme Ecke“. Die Bilder hängen – wi der Name verrät – absichtlich über Eck.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   Die Ausstellung „Die Mätressen des Bischofs“ gerät im Kreativquartier Wanne nicht anstößig. Künstler Jörg Lippmeyer nennt den Grund dafür.

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Anstößige Offenbarungen – wer diese bei der Ausstellung „Die Mätressen des Bischofs“ am Donnerstagabend im Kreativquartier Wanne gesucht hat, der bleibt zunächst enttäuscht. „Alles schön bunt hier“, kommentiert Künstler Jörg Lippmeyer seine Ausstellung, die auf ihrer Wanderung durch Herner Ausstellungsräume ihre dritte Station im Kreativquartier macht.

Dass Lippmeyer einmal Grafiker gewesen ist, kann er in seinen Werken nicht verbergen. Seine Bilder komponiert er in bunten geometrischen Formen, exakten Rechtecken, Quadraten oder Kreisen. Zentrales Werk der Ausstellung ist „Der bunte Mann aus Unser Fritz“: Ein großes Selbstporträt. Es zeigt eine stilisierte Figur mit abgespreizten Armen. Sie setzt sich aus mehreren einzelnen Bildern zusammen, die sich in Rechtecke, Quadrate und Kreise auflösen.

Irritierendes Raumgefühl

In dem Ausstellungsraum an der Heinestraße kommt eine andere seiner Bilderserien besonders gut zur Geltung: „Umme Ecke“. Es ist eine Folge von Bildern, die konzipiert sind, um über Eck zu hängen. Jörg Lippmeyer führt bunte Streifenformen so über die Ecksituation, dass sich ein völlig neues, irritierendes Raumgefühl ergibt.

In anderen Arbeiten spielt er mit Würfelformationen, die er in unterschiedlichen räumlichen Ansichten zeigt. Die Malerei auf Leinwand wird durch plastische Würfel in unterschiedlichen Größen kontrastiert. Er sei ein Fan der amerikanischen Pop-Art, verkündet Jörg Lippmeyer. Zwei stark farbige Porträts von „Audrey“ und „James“ zeugen davon. Natürlich darf auch seine „Schweinebande“ nicht fehlen. Es sind kleine Tiere aus Keramik, die in bestimmten Kunststilen bemalt sind. Doch wo bleiben die Mätressen? „Die musste ich auf die Toilette verbannen“, erklärt Jörg Lippmeyer. „Dort kann man sie in aller Ruhe studieren.“

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