Ausstellung

Ausstellung in Herne zeigt die Kunst als Spiegel der Seele

Ausstellungseröffnung mit (v.l.) Laudator Falko Herlemann, Dirk Plötzke (Vorstandsmitglied Sparkasse), Thomas Röll (Geschäftsführer Der Paritätische) Bürgermeister Erich Leichner, Martina Krause (Abteilungsleiterin Berufliche Bildung), Susanne Schübel (Vorsitzende Kreisgruppe Der Paritätische).

Foto: Ralph Bodemer

Ausstellungseröffnung mit (v.l.) Laudator Falko Herlemann, Dirk Plötzke (Vorstandsmitglied Sparkasse), Thomas Röll (Geschäftsführer Der Paritätische) Bürgermeister Erich Leichner, Martina Krause (Abteilungsleiterin Berufliche Bildung), Susanne Schübel (Vorsitzende Kreisgruppe Der Paritätische). Foto: Ralph Bodemer

Herne.   Parallel zum Paritätischen Filmfest zeigt die Herner Sparkasse in der Zentrale am Berliner Platz eine Ausstellung. Was die Werke besonders macht.

So oft gönnt sich Super Mario wohl keine Ruhepause, doch wer sich die neue Ausstellung „Kunst als Spiegel der Seele“ im Sparkassengebäude am Berliner Platz anschaut, wird auf eine doch sehr entspannte Videospielfigur stoßen. Sie hat es sich im Grünen gemütlich gemacht. Das Bild gehört zu einer Vielzahl von Arbeiten, die Menschen mit psychischen Behinderung geschaffen haben. Die Präsentation begleitet das derzeitige 5. Paritätische Filmfest. Die Arbeiten stammen aus dem „N8-Atelier“, die das St. Marien Hospital in Eickel seit 2012 organisiert. Zudem hat der Verein Nachbarn e.V. mit seinen Standorten mehrere Objekte und Bilder beigesteuert.

Die Werke ermöglichen nicht nur ein „verbessertes Verständnis“ für diejenigen, die sie kreiert haben, sondern auch der Umgang mit ihnen wird unbefangener, erklärte Dirk Plötzke, stv. Vorstandsmitglied der Sparkasse Herne bei der Eröffnung am Mittwoch. Kunst biete grundsätzlich, aber auch in diesen konkreten Beispielen, die Möglichkeit der Therapie. Die Menschen befassen sich während der kreativen Tätigkeit intensiv mit eigenen Gedanken und Vorstellungen.

Auch nach den Worten von Kurator Falko Herlemann kann die künstlerische Auseinandersetzung ein Weg sein, um sich den eigenen Problemen zu nähern. Der Kunsthistoriker betonte ferner, dass durch den Umgang mit Farben, Materialien, Pinseln und Stiften der Mensch „eine andere Seite von sich selbst entdecken kann“.

Gerade für die Menschen, die die Vielzahl an Objekten und Bildern arrangiert haben, sei es wichtig, sich ihrer persönlichen Fähigkeiten und Talente bewusst zu sein oder zu werden. Diese Form der Arbeit biete die besondere Chance, „etwas Eigenes zu schaffen“ und liefere damit ein Erfolgserlebnis.

Eine Vielzahl an Techniken

Wer sich die einzelnen Arbeiten anschaut, stößt auf eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Techniken. Bleistiftzeichnungen sind darunter, bunte Malereien aber ebenso. Darüber hinaus bereichern kleinere und größere Skulpturen die Gesamtschau. So verschieden wie die Anfertigung, so mannigfaltig sind auch die Formen, die sich in der Ausstellung wiederfinden. Da bestimmen Kreise, Ovale, Rechtecke und Quadrate manche Bilder. Auf anderen wiederum sind es die Figuren, die das Werk prägen. Märchenhafte Gestalten zählen ebenso dazu wie japanische Mangas. Hier und da stößt der Betrachter auf Ruhe ausstrahlende Stillleben. Mitunter sieht er Arbeiten, mit denen positive oder auch negative Gefühle zum Ausdruck gebracht werden sollen. Die Anstrengungen, die das Leben vorhalten kann, findet in einem Objekt Ausdruck, bei dem ein einzelner Mann sich abkämpft, um an einer Wand hochzuklettern.

>> ZWEI WEITERE FILME IN DER FILMWELT

Zum ersten Mal begleitet eine Ausstellung das Filmfest.

Sie wird noch bis zum 22. September im Sparkassengebäude zu sehen sein.

Im Rahmen des Filmfestivals werden gezeigt: 17. September, 11 Uhr: Das weiße Rauschen, 24. September, 11 Uhr Vincent will Meer; beide Male in der Filmwelt Herne

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