Ausbildung

Ausbildung zum Lokführer ist ab März in Herne möglich

Bitte einsteigen: Bundesweit werden Lokführer händeringend gesucht. Der Bildungsträger AVG bietet bei der WHE ab 19. März eine zehnmonatige Ausbildung an.

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Bitte einsteigen: Bundesweit werden Lokführer händeringend gesucht. Der Bildungsträger AVG bietet bei der WHE ab 19. März eine zehnmonatige Ausbildung an. Foto: Imago

Herne.   Lokführer sínd bundesweit gesucht. WHE und der Bildungsträger AVG bieten ab März eine zehnmonatige Ausbildung. Das sind die Voraussetzungen.

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Das Bündnis für Arbeit gehört zu den zentralen Projekten, die Oberbürgermeister Frank Dudda angeschoben hat. Dazu will nun auch die Wanne-Herner Eisenbahn- und Hafen GmbH (WHE) ihren Beitrag leisten. In Kooperation mit dem Bildungsträger AVG bietet das Unternehmen ab 19. März eine Ausbildung zum Lokführer an.

Für Absolventen sind die Aussichten nach einem erfolgreichen Abschluss blendend, denn der Bedarf ist groß in Deutschland. Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit dauert es 190 Tage, ehe eine freie Lokführerstelle wieder besetzt werden kann. In dieser Branche ist der viel zitierte Fachkräftemangel also längst angekommen. Nicht umsonst wirbt Bildungsträger AVG aus Aschersleben, der seit Jahren Lokführer ausbildet, mit einer Vermittlungsquote von 100 Prozent.

Die Zugangshürden für die rund zehnmonatige Qualifikation sind durchaus überwindbar: Bewerber sollten mindestens 20 Jahre alt sein, eine erfolgreich abgeschlossene Schulausbildung im Sekundarbereich I haben oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Darüber hinaus sollte die medizinische und psychologische Tauglichkeit vorhanden sein, ebenso ausreichende Deutschkenntnisse.

WHE mit neuen Verbindungen

Die Ausbildung kann mit Bildungsgutscheinen der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden, aber auch durch die Berufsgenossenschaft oder die Rentenversicherung.

WHE-Geschäftsführer Christian Theis bestätigt den Bedarf. Das Unternehmen habe jüngst Lokführer eingestellt, perspektivisch könnte die Nachfrage steigen. Theis weist darauf hin, dass die Ausbildung nicht nur auf den Bedarf der WHE ziele, sondern auch auf andere Unternehmen.

Der OB hofft, dass sich genügend Interessenten finden, „dafür müssen wir noch kräftig trommeln“. Für Dudda steht die Ausbildung in einem größeren Zusammenhang. Sie ist ein Puzzleteil im Bahnschwerpunkt, den er in der Stadt bilden möchte. Dieser Plan ist offenbar auf einem guten Weg.

So berichtet Theis, dass die WHE in allen Geschäftsbereichen ihre angepeilten Ziele für das Jahr 2017 erreicht und sogar übertroffen habe. Für das Jahr 2018 habe man bereits neue Zugverbindungen hinzu gewinnen können, zu den neuen Zielen gehören Ostrava und Budapest. Interessant erscheint die Verbindung Wanne - Landshut/Regensburg. Über diese Schiene beliefert Duvenbeck von seinem Standort in Unser Fritz BMW-Werke.

Darüber hinaus seien die Gesprächspartner in China sehr am Thema Schienenverkehr interessiert. Bei der Reise zur möglichen Partnerstadt Luzhou könnten sich neue Möglichkeiten für Schienenverkehre eröffnen.

Hier spiele die Ausbildung eine wichtige Rolle, so der OB. Wenn man sich als internationaler Standort präsentiere, müsse man auch in der Lage sein, die Arbeitskräfte selbst zur Verfügung zu stellen.

>> TAG DER OFFENEN TÜR FÜR INTERESSIERTE

  • Der Ausbildungsträger AVG veranstaltet am Dienstag, 27. Februar, um 10 Uhr in den Räumlichkeiten der Wanne-Herner Eisenbahn, Am Westhafen 27, einen Tag der offenen Tür.

  • An diesem Tag können sich Interessenten erste Einblicke in das Berufsbild verschaffen, aber auch mit Mitarbeitern von Jobcenter oder Agentur für Arbeit Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung bei der Ausbildung klären.

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