Verbraucher

Auf der Suche nach Wilke-Fleischprodukten in Herne

Ob Fleisch von Wilke auch in Herne gelandet ist, damit beschäftigten sich aktuell die Lebensmittelkontrolleure.

Ob Fleisch von Wilke auch in Herne gelandet ist, damit beschäftigten sich aktuell die Lebensmittelkontrolleure.

Foto: Uwe Zucchi

Herne.  Lebensmittelkontrolleure überprüfen derzeit, welche Betriebe mit Wilke-Ware beliefert wurden. Dabei geht es auch um Abnehmer in Herne.

Zusätzliche Arbeitsbelastung haben die Lebensmittelkontrolleure zu bewältigen, seitdem bekannt wurde, dass die Firma Wilke Fleischwaren ausgeliefert hat, die mit Keimen belastet sein könnten.

In Herne und Recklinghausen haben in der zurückliegenden Zeit rund 70 Betriebe Fleischwaren von Wilke bezogen. Diese Zahl gehe aus den bislang vorliegenden Listen hervor, berichtete eine Sprecherin des Kreises Recklinghausen auf Anfrage.

Die dort beschäftigten 22 Lebensmittelkontrolleure, die für den Kreis und die Stadt Herne zuständig sind, hätten mit dem Betrieben Kontakt aufgenommen, damit die Wilke-Produkte aus dem Verkehr gezogen werden.

Zahl der Abnehmer kann noch weiter steigen

Man müsse aber damit rechnen, dass noch weitere Abnehmer hinzukommen, so die Sprecherin. Die Nachforschungen zur Lieferkette der Wilke-Waren würden sich schwierig gestalten, da ersteinmal nur die Großhändler bekannt gewesen seien. Erst nach und nach ergebe sich, welche weiteren Betriebe von Wilke Ware bekommen hätten.

Die bisherigen Kontakte haben allerdings nach Angaben der Sprecherin gezeigt, dass die belieferten Betriebe sehr gut informiert gewesen seien. Eine große Zahl habe schon von sich aus die betroffenen Artikel aus den Regalen genommen.

Auch Großküchen und Restaurants können betroffen sein

Auf einen wesentlichen Unterschied zu vielen anderen Rückrufaktionen weist eine Sprecherin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hin. Während ansonsten vornehmlich Supermarktketten betroffen seien, habe man es bei den Wilke-Produkten auch in größerer Zahl mit Großküchen, Restaurants und Pizzerien als Endkunden zu tun. Die Lebensmittelkontrolleure seien natürlich darauf bedacht, dass auch diese Betriebe die Fleischwaren von Wilke nicht mehr verwenden.

Die Lanuv-Sprecherin geht nach eigenen Worten davon aus, dass mittlerweile in den Lebensmittelläden keine Wilke-Wurst mehr ausliegt. Sie appelliert aber zugleich an die Kunden, Vorsicht walten zu lassen. Fertig verpackte Waren sind, wie die Sprecherin erläutert, an der Betriebsnummer DE EV 203 EG zu erkennen. Die Liste mit den Produkten ist hier zu finden.

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