Herne fit

Aktionstag vor dem Herner Rathaus drehte sich um das Rad

Sonja Schiermer (46) testete beim Aktionstag „Herne fit“  ein Dreirad.

Foto: Svenja Hanusch

Sonja Schiermer (46) testete beim Aktionstag „Herne fit“ ein Dreirad. Foto: Svenja Hanusch

Herne.  Viel öfter das Rad benutzen, hieß der Appell bei „Herne fit“. Dazu muss aber auch die Infrastruktur stimmen. Und da gibt’s Luft nach oben.

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Mindestens 200, gerne auch 500 Kilometer legt Maik Bernhardt pro Woche mit dem Rad zurück. Sabine Gorka-Karwath setzt sich ab und an aufs Zweirad, vor allem um vom Alltag abzuschalten. Beide waren gestern beim Aktionstag „Herne fit“ zu Gast, der dem Rad gewidmet war. Als Bernhardt, der als Triathlet schon zwei Mal beim Ironman-Wettbewerb auf Hawaii dabei war, über sein Training berichtete, hörten ihm zahlreiche Besucher ganz gespannt zu. Der 40-Jährige verhehlte nicht, dass er schon manch schmerzhaften Wettkampf hinter sich gebracht, doch die Freude am Radfahren nie verloren habe.

Die Erlebnisse des städtischen Mitarbeiters sind ein Beispiel, welche sportlichen Leistungen sich mit dem Rad erzielen lassen. Die Veranstaltung sollte aber auch dazu dienen, wie Oberbürgermeister Frank Dudda zum Auftakt erläuterte, die Bevölkerung zu motivieren, einfach häufiger aufs Rad zu steigen. Das sei zum Vorteil für die eigene Gesundheit - und für die Umwelt. Die Schadstoffprobleme, die Autos verursachen, werde man nur in den Griff bekommen, wenn die Bürger auch vermehrt aufs Rad umsteigen würden, meinte Dudda.

Thomas Semmelmann vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) erläuterte, dass sich im Alltagsleben ganz viele Strecken anbieten würden, um das Rad zu nutzen. Er sei Pendler, lebe in Bergkamen und verwende auf Teilstrecken auch sehr gerne das Fahrrad. Hilfreich sei dabei auch die Radleihstation am Bahnhof in Wanne-Eickel und das neue Rad-Parkhaus am Technischen Rathaus.

„Noch viel Luft nach oben“

Nach Worten von Margarethe Kreutzmann, Radverkehrsbeauftragte der Stadtverwaltung, hat sich die Stadt noch weitere Ziele gesetzt. Langfristig soll ein Mobilitätskonzept für die Mitarbeiter entwickelt werden, das Anreize zum Radfahren und zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs beinhalten soll.

Beim Radwegenetz in Herne sieht Thomas Semmelmann „noch viel Luft nach oben“. Vom Grundsatz her betrachtet, „gibt es natürlich schon zahlreiche Trassen und Wege“. Doch in Baustellenbereichen fehle es oftmals an Lösungen, bei denen auch an die Radfahrer gedacht werde.

Das richtige Fahrrad kaufen

Der Sportmediziner Dr. Markus Bruckhaus-Walter gab den Gästen mit auf den Weg, dass man sich guten Rat einholen sollte, bevor man ein Rad kauft. Welches für den einzelnen Fahrer passend und geeignet sei, wolle gut überlegt sein. Darüber hinaus müsse ein Fahrrad auch richtig eingestellt sein, zum Beispiel bei der Höhe des Sattels, damit man auch wirklich die Gesundheit fördere.

Stehen die Kunden vor der Wahl, welches Zweirad es denn sein soll, „entscheiden sich immer mehr für ein E-Bike“, berichtete Fachhändler Frank Korte. „In rund 80 Prozent aller Beratungsgespräche dreht es sich um die Elektromobile“. Die Besucher des Aktionstages hatten die Gelegenheit, noch eine weitere Form kennen zu lernen und zu testen: Eine Firma aus Bochum hatte Liegeräder mitgebracht.

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