BDKJ-Engagement

Aktion: 100 Jugendliche arbeiten ehrenamtlich in Herne

Jonas Meier und Annika Schur vom BDKJ entfernten bei der 72-Stunden-Aktion Unkraut aus einer Grünanlage.

Jonas Meier und Annika Schur vom BDKJ entfernten bei der 72-Stunden-Aktion Unkraut aus einer Grünanlage.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Herne.   An der 72-Stunden-Aktion des BDKJ „Uns schickt der Himmel“ beteiligten sich in Herne 100 Menschen. An diesen Stellen packten sie ehrenamtlich an.

Für den Freitag hat sich Lena Steden Urlaub genommen. Anstatt am Schreibtisch einer IT-Firma zu arbeiten, rupft die 28-Jährige Unkraut aus den Rabatten des St. Georg-Seniorenzentrums, Sozialarbeiterin Mirjam Brinkbäumer und Student Jonas Meier folgen ihrem Beispiel.

Das Trio gehört zu einem Team junger Leute, auf die noch eine Menge weiterer Aufgaben wartet. Sie wollen die Grünanlagen des Wohnkomplexes an der Wörthstraße verschönern, Hochbeete anlegen, Parkbänke neu streichen, Nistkästen aufstellen und vieles mehr. Schließlich war die Gruppe das ganze Wochenende lang im Einsatz und beteiligte sich an der bundesweiten Sozialaktion des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“.

In Herne schwärmten über 100 Jugendliche und junge Erwachsene aus, um „sich für andere Menschen und das Gemeinwohl einzusetzen“, erklärte Dekanatsreferentin Rebecca Goeke (31). Lukas Steden (29), der sich ehrenamtlich in der kirchlichen Jugendarbeit einsetzt, betont: „Wir wollen den Menschen eine Freude machen und dazu motiviert nicht zuletzt unser christliches Grundverständnis.“

Neues Grün für Möbelhof

Während sich die Crew der KJG (Katholische Junge Gemeinde) aus der St. Marien-Gemeinde in Baukau darum kümmerte, dass es rund um das Seniorenheim grünt und blüht, hatte der Pfadfinderstamm Amelungen an der Castroper Straße alle Hände voll zu tun. Der dortige Möbelhof der Caritas soll an Attraktivität gewinnen, lautete das erklärte Ziel und so machten sich rund 50 Helfer auf, vor der Tür neue Blumenkästen aufzustellen und im Gebäude einen lang ersehnten Wunsch der Betreiber zu erfüllen. Umkleidekabinen waren bislang noch nicht vorhanden, doch nun gehören sie zum Inventar. Die Pfadfinder schafften zunächst die Materialien heran, nahmen Maß und kümmerten sich um den Aufbau. Zudem packten sie mit an, um die großen Menge an Kleidung zu sortieren.

In der Bickerner St. Michael-Gemeinde sorgte die dortige KjG für Spaß, Unterhaltung und gute Laune, als sie ein dreitätiges Stadtteilfest auf die Beine stellte. Freitagabend herrschte Lagerfeueratmosphäre, samstags gab’s Kaffee und Kuchen, und nach dem Gottesdienst am Sonntag hatten die Gäste die Wahl, ob sie lieber Pizza oder Flammkuchen haben wollten. Für beides hatten die Jugendorganisation gesorgt.

Feier im St. Georg-Seniorenzentrum

An der Schiller-, der Freiherr-von-Stein- und der Sonnenschule war die Malteser-Jugend gern gesehen, hatte sie sich doch vorgenommen, die Schulhöfe neu zu gestalten. Die Kinder nutzten dann auch die Gelegenheit, um Hüpf- und Lernspiele auszuprobieren, für die die Jugendlichen die Flächen entsprechend farblich markiert hatten.

Drei Tage lang und damit 72 Stunden dauerte die Sozialaktion, „die für beide Seiten ein Gewinn“ war, so Rebecca Goeke. Die Helfer setzten ein Zeichen, dass sich die Jugend gesellschaftlich engagiert, und die Einrichtungen wie Schulen oder das Seniorenheim seien froh über Neues. Im St. Georg-Zentrum waren die Bewohner, nachdem alle Arbeiten erledigt waren, zu einer Feier geladen.

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