Bezirksvertretungen

Aktenzeichen WAN ungelöst: Stadt fahndet nach Müllsündern

An der Wanner Straße treiben Müllsünder ihr Unwesen. Intensive Ermittlungen und das Durchforsten von Abfallsäcken führten nicht zum Erfolg.

Das Thema Müll hat in der jüngsten Sitzung des Bezirks Wanne eine gewichtige Rolle gespielt.

Tatort Wanner Straße: Entsorgung Herne ermittelt

Aktenzeichen WAN ungelöst: Ein unbekannter Müllsünder stelle im Bereich Wanner Straße/Hauptstraße immer wieder Abfall ab, so der Hinweis des Wanner Bezirksverordneten Günter Nierstenhöfer (Piraten). Das führe zu zum Teil „unerträglichen Verunreinigungen“. Auch die Ermittlungen von Entsorgung Herne lieferten keine Hinweise auf den Täter, berichtete die Stadt.

Die beiden seit Mai neu eingesetzten Mitarbeiter des Standort- und Qualitätsmanagements hätten sogar bereits zwölfmal die Säcke vor Ort nach Hinweisen wie zum Beispiel Briefe oder Adressaufkleber durchforstet - ohne Erfolg, berichtete die Stadt. Kontrollen der umliegenden Gewerbebetriebe hätten ergeben, dass deren Müllbehältervolumen ausreiche. Immerhin: Mitarbeiter der Straßenreinigung kontrollierten den Standort täglich und entfernten dort abgestellte Abfallsäcke. Entsorgung Herne will nicht locker lassen: Die beiden Mitarbeiter des Qualitätsmanagements würden in den nächsten Wochen den Tatort stundenweise überwachen.

Hochbunker: Umbau scheitert (noch) an Stellplätzen

Wilder Abfall ist auch an dem aus Sicherheitsgründen abgesperrten Hochbunker Hülshoffstraße ein Thema – und das zum Leidwesen der Wanner Bezirkspolitiker schon seit Jahren. Im Februar zeichnete sich ein Ende dieser unerfreulichen Geschichte ab: Die Stadt berichtete, dass in dem Gebäude nach einem Umbau 25 Seniorenwohnungen entstehen sollen. Eine Gesellschaft habe eine entsprechende Bauvoranfrage gestellt. Seitdem habe sich äußerlich nichts getan, so die CDU-Fraktion in einer Anfrage an die Stadt. „Der Bürgersteig ist nach wie vor gesperrt und zugewuchert“, erklärt CDU-Bezirksfraktionsvorsitzender Frank Droste. Zurzeit laufe die Bearbeitung einer Bauvoranfrage, berichtete Stadtmitarbeiter Norbert Gresch. Zu klären sei noch die Stellplatzfrage durch den städtischen Fachbereich Bauordnung. Bei einem positiven Ergebnis stehe einem Bauvorbescheid aber nichts im Wege.

Warten auf ... die Entwicklung eines neuen Wohnbaugebiets: Im November 2014 hat der Rat erste Weichen für die Neuplanung des Bereichs Gelsenkircher Straße/Zechenweg gestellt. Viel weiter ist die Verwaltung bisher aber offenbar nicht gekommen, wie sich im Bezirk Wanne auf Anfrage von Günter Nierstenhöfer (Piraten) herausstellte.

Betrieb bislang nicht verlagert

Eine Umsetzung scheitere daran, dass ein dort ansässiger Logistikbetrieb entgegen der ursprünglichen Pläne bisher nicht verlagert worden sei, berichtete Stadtmitarbeiter Norbert Gresch. Das Verfahren könne aber ohne die Bereitschaft des Unternehmens zur Betriebsaufgabe an diesem Standort nicht weitergeführt werden, so die Verwaltung.

Diese Bereitschaft „ist nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht gegeben“, heißt es.

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