Neubauprojekt

Abbrucharbeiten machen Platz für Mömax-Möbelhaus in Herne

Optisch unterschiedlich, dennoch eine Einheit: Zurbrüggen und Mömax in einem frühen Entwurf.

Optisch unterschiedlich, dennoch eine Einheit: Zurbrüggen und Mömax in einem frühen Entwurf.

Foto: Hütténes Architekten

Herne.  Die Arbeiten für den ersten Mömax-Standort im Ruhrgebiet nehmen Fahrt auf. Die Abbrucharbeiten für das Möbelhaus sind in vollem Gange.

Die Greifzange des großen Baggers ist unerbittlich: Mit all ihrer Kraft reißt sie einen weiteren Stahlträger aus dem kläglichen Rest eines Gebäudes, an anderen Stellen liegen bereits verschiedene Haufen mit Bauschutt. Die Arbeiten für das Möbelhaus Mömax haben Fahrt aufgenommen.

Zur Erinnerung: Im Dezember 2017 präsentierte das Unternehmen seine Pläne für den neuen Standort in unmittelbarer Nähe des Zurbrüggen-Möbelhauses. Rund 20 Millionen Euro nimmt das Unternehmen in die Hand, um seinen ersten Standort im Ruhrgebiet zu realisieren. Das Haus wird eine Verkaufsfläche von etwa 7000 Quadratmetern haben, das Sortiment wird vom Unternehmen als modern und trendig beschrieben und richtet sich an eine Zielgruppe im Alter von 20 bis 60 Jahren.

Leitungen mussten technisch aufwändig verlegt werden

Dass die Vorlaufzeit rund zwei Jahre dauerte, ehe sichtbare Arbeiten begannen, lag unter anderem daran, dass Produktenleitungen über das Gelände führten. Dieses mussten technisch aufwändig verlegt werden, das gesamte Genehmigungsverfahren war ebenso aufwändig - weil zum Beispiel wegen der Nähe zur Autobahn auch Straßen.NRW ein Wörtchen mitzureden hatte. Joachim Engelskirchen vom beauftragten Architektenbüro Hütténes sieht trotz des Zeitraums keine unnötigen Verzögerungen im Planungsverfahren.

Das Mömax-Haus wird in unmittelbarer Nähe zu Zurbrüggen entstehen. Optisch werden sich beide Häuser deutlich unterscheiden, gemeinsam bilden sie jedoch eine Einheit. Für Kunden heißt das, dass sie über den bestehenden Parkplatz auch zu Mömax kommen, wo weitere 150 Parkplätze geplant sind.

Christian Zurbrüggen, Geschäftsführer der gleichnamigen Möbelhaus-Gruppe, sieht in der Ansiedlung von Mömax eine Befruchtung des Standortes, er geht davon aus, dass Mömax auch Zurbrüggen mehr Kunden bringen wird, dies hätten Erfahrungen an anderen Standorten gezeigt. Dass er stellvertretend für Mömax das Projekt erläuterte, muss man erklären: Zurbrüggen hat vor fast fünf Jahren 50 Prozent des Unternehmens an die XXXLutz-Gruppe verkauft - der wiederum die Marke Mömax gehört.

Oberbürgermeister freut sich über Stärkung des Wirtschaftsstandorts

Mömax selbst ist auf Expansionskurs und werde in einigen Jahren wohl flächendeckend in Europa vertreten sein, so Zurbrüggen. Bislang betreibt das Unternehmen 75 Möbelhäuser in sechs Ländern, davon 42 Standorte in Deutschland. Da der Möbelmarkt insgesamt nicht wachse und es einen Verdrängungswettbewerb gebe, sei es wichtig, freie Flächen zu besetzen. Anbieter aus dem Internet fürchtet Zurbrüggen nicht, da man dort selbst sehr aktiv sei und hohe Zuwachsraten erziele.

Oberbürgermeister Frank Dudda freut sich über das Projekt, weil es den Wirtschaftsstandort stärke und voranbringe. Das neue Möbelhaus könne in einem Segment Kaufkraft in der Stadt binden, in dem sie bislang in andere Städte abfließt. Ebenso positiv sei, dass mit der Ansiedlung neue Arbeitsplätze entstünden, bislang ist die Rede von bis zu 60. Hinzu sollen auch Ausbildungsplätze kommen. Ebenso erfreulich sei, dass bei der Planung Aspekte der grünen Infrastruktur und Gebäude-Effizienz berücksichtigt würden.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben