Verkehr

A43-Erweiterung: Mehrjährige Belastungen durch Brückenbau

Im September soll die Baustelle zur A 43-Erweiterung auf Herner Gebiet - hier die Autobahnbrücke Rottbruchstraße - eingerichtet werden. Bürger und Politiker befürchten erhebliche Belastungen für den innerstädtischen Verkehr.

Im September soll die Baustelle zur A 43-Erweiterung auf Herner Gebiet - hier die Autobahnbrücke Rottbruchstraße - eingerichtet werden. Bürger und Politiker befürchten erhebliche Belastungen für den innerstädtischen Verkehr.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   Im September soll der Startschuss für den A43-Ausbau erfolgen. Die Arbeiten an den Autobahnbrücken könnten zu erheblichen Belastungen führen.

Im September sollen die „richtigen“ Arbeiten zum Ausbau der A 43 in Herne beginnen, so der aktuelle Stand. Die drohenden Folgen der mehrjährigen Baumaßnahme – Staus und Verkehrsprobleme im Stadtgebiet – sind aber längst Thema.

Insbesondere die für die Autobahnerweiterung notwendigen Brückenbauarbeiten könnten zu erheblichen innerstädtischen Belastungen führen. Das zeichnete sich am Mittwochabend im Umweltausschuss ab, wo die Verwaltung auf Antrag der CDU über die aktuelle Situation informierte.

Und das ist aktuell das Ergebnis des „regelmäßigen Austauschs“ der Stadt mit dem federführenden Landesbetrieb Straßen NRW:

  • Unter der Woche soll der Verkehr auf der Baustelle A 43 auf vier Spuren fließen. Außer „an circa 100 Wochenenden“ wird eine Vollsperrung an Wochenenden in Folge von Brückenbauarbeiten erfolgen.
  • Die A 43-Brücke Cranger Straße muss ab Mitte 2018 für circa zwei Jahre gesperrt werden. Der Fußgänger- und Radverkehr wird über ein Provisorium ermöglicht
  • Die Bauarbeiten an der Autobahn-Brücke Holsterhauser Straße sollen ebenfalls Mitte 2018 starten. Dabei erfolgt eine halbseitige Sperrung; der Verkehr soll dann in jede Richtung einspurig statt zweispurig führen.
  • Die Brücke Rottbruchstraße muss nach den derzeitigen Plänen des Landes abgerissen und neu gebaut werden; dafür müsste der Bereich für zwei Jahre gesperrt werden. Ein Vorschlag der Herner Verwaltung, die Brücke umzubauen statt abzureißen, wird derzeit geprüft (wir berichteten). Die Gesamtbauzeit würde sich auf sechs Monate verkürzen, so die Stadt.

CDU befürchtet Belastungen

Weitere Vorbereitungen und Vorkehrungen würden rechtzeitig in Abstimmung mit allen Beteiligten getroffen und öffentlich kommunziert, erklärte Josef Becker, Leiter des städtischen Fachbereichs Tiefbau und Verkehr, im Ausschuss.

Aus Sicht der CDU drohen weniger auf der A 43 als vielmehr im innerstädtischen Verkehr Belastungen. „Wir werden auch weiterhin am Ball bleiben und darauf drängen, hier rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen“, so CDU-Ratsherr Peter Neumann-van Doesburg.

Cranger Kirmes wird berücksichtigt

Zur Entlastung der Herner A 43-Baustelle wolle Straßen NRW „großräumige Umleitungen“ im Autobahnnetz rund um Herne planen, berichtete die Stadt. Einbezogen werden sollen die Autobahnen A 2, A 40, A 42, A 44 und A 45. Konkrete Festlegungen gebe es beim Land zurzeit aber noch nicht, so der städtische Fachbereichsleiter Becker.

Wie stark das zusätzliche innerstädtische Verkaufskommen während der Bauarbeiten sein wird, sei von der jeweiligen Situation abhängig. Auch hier könne noch nichts Konkretes vorhergesagt werden, so die Verwaltung. Die Projektleitung der Baustelle habe eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt zugesichert. Auch Großveranstaltungen wie die Cranger Kirmes würden natürlich berücksichtigt.

>> INFO: SPD plant Veranstaltung

Die Herner SPD will die Jahrhundert-Baustelle und die Folgen fürs Stadtgebiet ebenfalls zum Thema machen.

Nach der Landtagswahl werde die SPD-Ratsfraktion die Bürger auf einer „Fraktion vor Ort“-Veranstaltung informieren, kündigt Fraktions-Chef Udo Sobieski gegenüber der WAZ an. Ein Termin stehe noch nicht fest.

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