Show

500 Motown-Fans klatschen in Herne ihre Lieblingssongs mit

Packendes Erlebnis: Die Show „The Spirit of Motown“.

Packendes Erlebnis: Die Show „The Spirit of Motown“.

Foto: Bastian Haumann

Herne.   Im Herner Kulturzentrum erlebten Soul-Fans ein packendes Revival des legendären Labels. Mit temperamentvolle Tönen und besinnlichen Songs.

The Spirit of Motown nannte die Detroit Allstars Gang ihre Show am Donnerstagabend im fast ausverkauften Kulturzentrum, in der sie die Hits des legendären Plattenlabels Motown wieder lebendig werden ließ.

Schwarzer Soul für weiße Fans war das Motto

Schwarzer Soul für weiße Fans, das war das Motto des 1959 in Detroit gegründeten Plattenlabels, das Sänger und Gruppen wie Smokey Robinson & The Miracles, The Temptations, Diana Ross & The Supremes, Steve Wonder, the Jackson Five oder Lionel Richie unter Vertrag hatte.

Kehlig-raue, gellende Stimmen, die aber auch wunderbar weich und voll aufblühen konnten, und swingende Off-Beat-Rhythmen - das waren die Charakteristika des Motown-Sounds. Und diesen Ton trafen die Künstler der Detroit Allstars Gang in ihrer malerisch ausgeleuchteten und temperamentvoll choreografierten Show genau: Immer wieder sprangen die fast 500 Gäste im Kulturzentrum auf und klatschten spontan ihre Lieblingshits mit.

Hits von James Brown und Tina Turner

James Browns „Living in America“ heizte die Stimmung im Saal an, und auch in seinem Song „I feel good“ bezauberten die Künstler durch markante Off-Beat-Rhythmen und samtig aufblühenden Soul. Sängerin Amoni Robinson faszinierte mit dem Tina Turner-Hit „River deep“: In einem glitzernden hellen Minikleid wirbelte sie wie ihr legendäres Vorbild mit sonor den Raum füllender Stimme und rassigen Bewegungen über die Bühne des Kulturzentrums.

Viele stimmten spontan in den Hit ein

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war Stevie Wonders „Superstition“. Monica Lewis Schmidt riss mit ihrer kehlig-rauen und doch so berührenden Stimme das Publikum so mit, dass viele spontan in den Hit einstimmten.

Aber auch besinnliche Töne kamen in der Show auf: Ben E. Kings „Stand by Me“ interpretierten die Künstler als stimmungsvolle Ballade, eine individuelle, tief empfundene Erzählung, in der sich immer wieder Emotionen in gellend-aufwühlenden Klängen Bahn brachen. Und mit dem Blues-Brothers-Hit „Everybody needs somebody“ klang ein packendes Konzerterlebnis aus.

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