Gesellschaft

Wetter widmet der Nachhaltigkeit eine ganze Woche

Rolf Weber von der Lokalen Agenda 21 (links) und Joachim Bothe vom Kulturzentrum Lichtburg gehören zu den Organisatoren der "Woche der Nachhaltigkeit" 2019 in Wetter. Die Lichtburg kauft bei den Soft-Drinks bereits nachhaltig ein, und einen Preis fürs Konzept einer Veranstaltung bei der Woche hat sie auch schon, eine "EN-Sonderkrone" von AVU.

Rolf Weber von der Lokalen Agenda 21 (links) und Joachim Bothe vom Kulturzentrum Lichtburg gehören zu den Organisatoren der "Woche der Nachhaltigkeit" 2019 in Wetter. Die Lichtburg kauft bei den Soft-Drinks bereits nachhaltig ein, und einen Preis fürs Konzept einer Veranstaltung bei der Woche hat sie auch schon, eine "EN-Sonderkrone" von AVU.

Foto: Klaus Görzel

Wetter.  Donnerstag startet die Woche der Nachhaltigkeit. Umweltmarkt und Brückenlauf zählen dazu, aber auch im Alltag wird über den Tag hinaus gedacht

Nachhaltigkeit ist eine ernste Sache. Deswegen darf auch über sie gelacht werden. „100 Dinge“ heißt ein Kinofilm über Luxus – und den Verzicht darauf. Auf dem Filmplakat sitzen Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer all ihrer Lieblingsdinge entkleidet (und folglich nackt) auf der Badewannenkante. Die „100 Dinge“ sind nicht der einzige Beitrag der Lichtburg zur „Woche der Nachhaltigkeit“ vom 19. bis 25. September. Und es ist auch nicht die erste Zusammenarbeit von Kulturzentrum und Lokaler Agenda 21 in Wetter. Aber in diesem Jahr könnte das Interesse an Klimawandel und ökologischem Fußabdruck deutlich größer sein als sonst – einem Mädchen aus Schweden sei Dank.

Brückenlauf und Umweltmarkt liegen in dieser „Woche der Nachhaltigkeit“. Dazu kommt als dritte Säule die Gemeinwohlökonomie, die sich in Wetter immer stärker herausbildet. „Wirtschaftwandel(er)leben“ heißt die Veranstaltung am Dienstag, 24. September. Und so ernst es der Lokalen Agenda auch hier mit einem Wechsel ist, setzt Rolf Weber gerne auf den Spaßfaktor. Ein ganz besonderes Memory sollen die Besucher der Veranstaltung spielen: das eine Bild zeigt die Wirtschaft von heute, das dazu gehörige Bild, wie das als am Gemeinwohl orientierte Wirtschaft aussehen könnte.

Lichtburg kauft nachhaltig ein

In der Lichtburg hat die Zukunft schon angefangen. Das Ringen um Nachhaltigkeit ist in die Satzung des Kulturvereins eingeflossen. Bei Papier ist es nicht geblieben. In den Veranstaltungspausen gibt es schon länger Bio-Wein und Bionade, und die Zutaten fürs Kino- oder Theaterfrühstück haben keine unnötig weite Anreise. Nicht nur von Nachhaltigkeit reden, Nachhaltigkeit leben, das ist Lichtburg-Geschäftsführer Joachim Bothe wichtig. Und deshalb liefert das Kulturzentrum auch einen ganz besonderen Beitrag: Im Anschluss an die „100 Dinge“ auf der Leinwand geht es um die tausend Kleinigkeiten, die einen Kulturbetrieb weniger zur Belastung für die Nachfahren werden lassen.

Aufs Podium kommen Birgit Heidsiek, die ein „Grünes Kinohandbuch“ verfasst hat, und Kristina Gruber, die sich mit klimaneutralen Kulturveranstaltungen beschäftigt hat. Für diesen Abend mit Kinovergnügen und Infoteil darf sich die Lichtburg schon jetzt die „EN-Sonderkrone für Nachhaltigkeit“ des Energieversorgen AVU aufsetzen.

Zum Friday for Future nach Hagen

Auf der Säule Umweltmarkt steht das Nachhaltigkeitsbemühen schon seit Jahren. Der Brückenlauf als soziale Säule ist auch eingeführt. Und doch hat Rolf Weber Hoffnung, dass die „Woche der Nachhaltigkeit“ als Klammer dieses Mal doch mehr Aufmerksamkeit findet als die der ohnehin schon Überzeugten. Viele Betriebe aus Wetter wollen dabei sein, wenn am Freitag, 20. September, in Hagen Solidarität mit der „Fridays for Future“-Bewegung gezeigt wird. Artservice, die Bücherstube Draht, Provinzial Heyermann, das Ingenieurbüro Heymer, PCH Fischer, Hof Sackern, die Steinbildhauerei Vincent und mehrere evangelische Kirchengemeinden geben ihren Mitarbeitern frei. Für Schüler aus Wetter ist das Mitdemonstrieren nicht neu. Bei einem früheren Aufruf hat Rolf Weber gut ein Dutzend von ihnen nach Hagen fahren sehen – wie es sich gehört mit dem Zug.

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