Feuer

Semberg und Loerfeld waren bis in die Nacht ohne Strom

Als der Strom abgeschaltet ist, können die Einsatzkräfte löschen.  

Als der Strom abgeschaltet ist, können die Einsatzkräfte löschen.  

Foto: Alex Talash

Ende.   Der Brand in einer Trafostation hat größere Auswirkungen. Etwa 1000 Haushalte waren am Dienstagabend vom Stromausfall betroffen.

Am Semberg an der Straße „Zum Nordhang“ hat Dienstagabend eine Trafostation gebrannt. Die Löscharbeiten waren für die Feuerwehr Herdecke, die mit etwa 30 Leuten vor Ort war, schwierig.

Durch die 10.000 Volt Spannung mussten die Einsatzkräfte einen größeren Sicherheitsabstand halten und konnten zunächst nur die Umgebung kühlen sowie die Rauchwolke niederschlagen. Der Stromversorger Enervie war unterwegs, um den Stromfluss zu unterbrechen, damit die Feuerwehr mit der eigentlichen Löschung beginnen konnte. Dadurch waren viele Haushalte am Semberg ohne Strom und blieben es zunächst auch.

Alarmierung auf Explosion

Alarmiert wurde die Feuerwehr um 17.07 Uhr von einem Anrufer, der von einer Explosion in der Trafostation sprach. „Es gab anscheinend einen lauten Knall und dann kam Rauch aus der Station. Außerdem fiel der Strom aus“, berichtet Feuerwehrsprecher Michael Tillmanns. Als die Feuerwehr eintraf musste sie zunächst auf die Direktlöschung wegen der Stromspannung verzichten. Der Energieversorger musste erst andere Trafostationen abschalten. Das war notwendig, weil der Strom weiterhin an die brennende Station geliefert wurde.

Nach 17 Minuten gelöscht

Um 18.01 Uhr war laut Einsatzbericht der Strom abgeschaltet, um 18.13 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Fünf Minuten später kam die Meldung „Feuer aus!“. Klar ist in der Zwischenzeit, dass nicht der Trafo selbst gebrannt hat, sondern einer der vorgeschalteten Stromkästen, die sogenannte Mittelspannungsschaltanlage, bei der die 10.000 Volt ankommen. Der Grund ist jedoch noch nicht bekannt.

Ersatzleitungen müssen her

Da die Trafostation nun unbrauchbar ist, hat der Energieversorger am Abend direkt begonnen, den Strom für die umliegenden Haushalte, die Feuerwehr schätzt, dass etwa 1000 Haushalte betroffen sind, wieder anzubringen. Um 23:20 Uhr meldete die Feuerwehr via Facebook: „Die Warnung ist aufgehoben! Die Stromversorgung ist wieder sichergestellt.“

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