Schüler beseitigen Spuren der Müllsünder

Herdecke   „Eine Glühbirne!“ ertönt der Triumphschrei durch das Waldstück. Stolz reckt der Junge seinen Fund zum Himmel empor. Die anderen Kinder seiner Gruppe nicken anerkennend. Es wird nicht der letzte bemerkenswerte Gegenstand sein, den die Schüler der Grundschule Schraberg im benachbarten Landschaftsschutzgebiet Peddenhohl vom Boden auflesen.

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„Eine Glühbirne!“ ertönt der Triumphschrei durch das Waldstück. Stolz reckt der Junge seinen Fund zum Himmel empor. Die anderen Kinder seiner Gruppe nicken anerkennend. Es wird nicht der letzte bemerkenswerte Gegenstand sein, den die Schüler der Grundschule Schraberg im benachbarten Landschaftsschutzgebiet Peddenhohl vom Boden auflesen.

Gemäß der Vereinbarung zwischen dem Bund für Vogelschutz, der Bürgerinitiative Semberg (BI) und der Grundschule trafen sich jetzt Ehrenamtliche mit den Schülern, um das Gebiet gemeinsam vom Müll zu befreien. „Das hier ist das Pflichtprogramm für die Schüler“, sagt David Hatzky als Vorsitzender der Bürgerinitiative, der ebenfalls tatkräftig zur Müllzange greift, mit einem Schmunzeln. Er spielt damit auf die Nutzung des Gebietes durch die Grundschule an, die den Grünstreifen für vielfältige Lehrangebote und Exkursionen nutzt.

Altes Ortsschild als Fundsache

Von einem „Pflichtprogramm“ ist bei den Kindern allerdings nichts zu spüren. Spontan wurde beschlossen, mit zwei Klassen das Gebiet zu durchkämmen, obwohl eigentlich nur eine eingeplant war. Beim Anblick der Müllzangen beginnen die Kinderaugen zu leuchten. „Bekommen wir alle eine?“, lautet die wichtigste Frage, die vorab geklärt werden muss. „Nein, aber ihr könnt euch abwechseln“, stellt Schulleiterin Sabine Jessinghaus klar. Damit sei auch gleich eine wichtige Lektion für das Zusammenleben gelernt, stellt die Pädagogin augenzwinkernd fest.

Die Kinder durchkämmten in Kleingruppen das urtümliche Waldgebiet und fanden dabei so manchen Schatz: Neben einer Reifenfelge, einem Rollschuh und einem alten Schuh war ein altes Herdecker Ortsschild wohl der außergewöhnlichste Fund. Jeder Gegenstand wurde dabei unter großem Jubel gefeiert. Die Freude an der Aktion war den Kindern sichtlich anzumerken.

Der Ehrenamtler Detlef Plett führte eine Gruppe besonders wagemutiger Schüler in die nordwestlichen Ausläufer des Gebietes. „Da kommen wir dann in die Nähe der geplanten Stromtrassen“, erzählt Plett etwas zähneknirschend.

Die Sammelaktion war die erste größere Exkursion der Schule in das Gebiet seit dem Jahresbeginn. „Im Winter haben wir natürlich eine Pause eingelegt“, sagt Jessinghaus. Für das Frühjahr und den Sommer seien aber wieder Aktionen eingeplant. Die Kinder schienen durch die Witterung nicht so eingeschüchtert wie die Pädagogen. Anders kann man den Wunsch, bei Temperaturen knapp über dem Nullpunkt im durch das Gebiet verlaufenden Ostender Bach schwimmen zu gehen, jedenfalls nicht deuten.

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