Hospizverein

Leben und Sterben,

Der Vorstand des neuen Vereins „das mobile Hospiz“ Wetter: Ummuhan Akbulut, Bernd Dentzer und Barbara Tasli (Vorsitzende, von links). Foto: Thilo Wagner

Der Vorstand des neuen Vereins „das mobile Hospiz“ Wetter: Ummuhan Akbulut, Bernd Dentzer und Barbara Tasli (Vorsitzende, von links). Foto: Thilo Wagner

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Wetter. „Die meisten Menschen, die über ihr Sterben nachdenken, wünschen sich, in ihrer vertrauten Umgebung Abschied nehmen zu können - beleitet von ihnen nahe stehenden Angehörigen“, sagt Barbara Tasli. Die 46-Jährige ist Vorsitzende des Vereins „das mobile Hospiz“, der sich jetzt in Wetter gegründet hat. Der Verein bildet einen weiteren Mosaikstein, der das Leben in der Harkortstadt - insbesondere für ältere Menschen - attraktiver machen soll.

Der Verein möchte Menschen Mut machen, sich mit dem Thema Sterben auseinander zu setzen - „mit dem eigenen und demjenigen von Menchen, die uns nahe stehen“, so Barbara Tasli aus Wetter. Der Verein ist nun auf der Suche nach Menschen, „die Angehörige entlasten und sie darüber hinaus in ihrer Trauer um einen geliebten Menschen begleitet“, so die Vorsitzende.

Die Idee zu einem Hospizverein in der Harkortstadt hatte der mittlerweile verstorbene Wengeraner Gerhard Klein. Seine Initiative wurde von einer engagierten Arbeitsgruppe aufgegriffen und weiterentwickelt. So konnte Klein auch den Wetteraner Bernd Dentzer (67) von der Arbeit überzeugen. Bernd Dentzer ist als Schatzmeister im Verein aktiv. Die Schirmherrschaft hat Wetters Bürgermeister Frank Hasenberg übernommen.

Die Grundfarbe ist ein optimistisches Grün

Der Verein „das mobile hospiz“ - seine Grundfarbe ist ein optimistisches Grün - will zunächst mit ambulanten Pflegediensten, Kirchengemeinden, Ärzten und Apotheken in Verbindung treten, um sich bekannt zu machen. In einem nächsten Schritt werden Menschen gesucht, die sich als ehrenamtliche Hospizhelfer und -helferinnen engagieren möchten. Interessenten sollten volljährig sein. Geschlecht, Alter und Nationalität spielen keine Rolle. „Unser Verein ist weltoffen und richtet die Begleitung und Betreuung nicht nach religiösem, weltanschaulichen oder kulturtellen Hintergrund aus“, so Barbara Tasli. Basis der Arbeit im Verein ist eine zwölfmonatige Schulung. Der Verein stellt die erfahrenen Ausbilder. „Niemand soll überfordert werden oder sich überfordert fühlen“, sagt die stellvertetende Vorsitzende Ummahan Akbulut (38). Sie ist türkischer Abstimmung, die Internationalität des Vereins liegt ihr daher ganz besonders am Herzen. „Ich möchte den Menschen zuhören und Hilfe leisten“, erzählt sie von ihren Beweggründen. Ähnlich wie Ummahan Akbulut sind alle Hospizhelfer für Kranke und sterbende Menschen da. Sie geben ihnen das Gefühl, den schweren Weg nicht allein gehen zu müssen.

Der Verein hat jetzt ein kleines Büro an der Kaiserstraße 78 bezogen. Das engagierte Team arbeitet unter der Zeile „Mit der Vergänglichkeit leben“ und ist auch auf dem Seniorentag am Samstag, 10. September, im Stadtsaal Wetter vertreten.

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