Kampf ums Überleben mitten im Stadtsaal

Wetter.   „Es ist neblig, es ist kalt - ein einsames Boot schaukelt auf den Wellen mitten im weiten Meer.“ Dieses Bild vermittelt die Aufführung des Young Actors Clubs (YAC) nur mit Hilfe eines überfüllten Rettungsbootes und bringt damit den Überlebenskampf mitten in den Stadtsaal.

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„Es ist neblig, es ist kalt - ein einsames Boot schaukelt auf den Wellen mitten im weiten Meer.“ Dieses Bild vermittelt die Aufführung des Young Actors Clubs (YAC) nur mit Hilfe eines überfüllten Rettungsbootes und bringt damit den Überlebenskampf mitten in den Stadtsaal.

Das Stück „Dreizehn Leben“ des englischen Autors Fin Kennedy, der sich mit seiner neuen Fassung von Georg Kaisers Klassiker „Das Floß der Medusa“ von geschichtlichen Bezügen befreite, wurde schon in der Originalfassung mit Jugendlichen erarbeitet.

Diesem Beispiel folgten jetzt die Theaterpädagogen Mona und Kris Köhler aus Wetter.

Einzig und allein das kleine Rettungsboot war es, das nach dem Angriff auf ein Passagierschiff auf der Meeresoberfläche zu finden war. Dieses Boot trägt nun dreizehn Leben, hier kämpfen nun dreizehn Jugendliche um ihr Leben. Anführer tun sich hervor, Essen wird rationiert und Grüppchen entstehen. Angst wird zum Antrieb für den Überlebenskampf.

Während die einen panisch werden, versuchen die anderen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Dazu gehören Allan und Ann, gespielt von Timo Krok und Jana Kamm, die nach kurzer Zeit feststellen, dass die Essensvorräte nicht für alle reichen.

Jeder auf dem Boot soll zwei Gründe nennen, weshalb er oder sie unersetzlich ist und daher Anspruch auf Nahrung und Wasser hat. Zusätzlich soll jeder noch eine andere Person bestimmen, die aus bestimmten Gründen kein Essen und Trinken verdient.

Fin Kennedy, der seine Fassung als „ein kraftvolles Gleichnis vom Überleben und der menschlichen Natur“, beschreibt, wäre bestimmt beeindruckt von der Leistung der jungen Akteure.

Kris Köhler lobt die„hohe Qualität und Quantität“ der Nachwuchstalente. Die Gruppe ist hier in Wetter ganz neu zusammengekommen. Es sind Wetteraner, Herdecker und Dortmunder dabei, von denen neun auch zu der Dortmunder Schauspielschule der Köhlers gehören. Wichtig ist: „Alle sind permanent dabei, da kommt es echt auf jeden an“, denn es gibt kein Entkommen. Weder aus der Situation in dem Stück noch vor den Blicken der Zuschauer, die von drei Seiten aus das Treiben in dem Styroporboot, das Mona Köhler aus „mega Styroporblöcken“ gebaut hat, verfolgen können. Das ist „eine neue Herausforderung“.

Die Zuschauer jedenfalls waren begeistert, und der Beifall wollte kein Ende nehmen.

Wer von den Jugendlichen am Ende überlebt, können Interessierte noch am 10. Dezember um 19 Uhr im Stadtsaal verfolgen.

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