Welthospiztag

Hospiz trifft auf . . . interessierte Menschen

Informationen rund um den Verein „das mobile Hospiz" Wetter gab es am Samstag im Ruhrtal-Center: Geschäftsführerin Ursula Reschke (links) erklärte Christel Kubeth die Aufgaben des Vereins und machte sie bei der Gelegenheit auf die nächsten Veranstaltungen rund um den Welthospiztag aufmerksam.

Informationen rund um den Verein „das mobile Hospiz" Wetter gab es am Samstag im Ruhrtal-Center: Geschäftsführerin Ursula Reschke (links) erklärte Christel Kubeth die Aufgaben des Vereins und machte sie bei der Gelegenheit auf die nächsten Veranstaltungen rund um den Welthospiztag aufmerksam.

Foto: WP

Wetter.   Im Ruhrtal-Center in Wetter informierte der Verein „das mobile Hospiz“ über seine Aufgaben. Manche gingen bewusst weiter, andere nutzten die Chance zum Gespräch.

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„Hospiz- und Palliativversorgung. Für alle. Überall.“ So lautet das Motto des diesjährigen Welthospiztages. Informationen rund um das Thema gab es am Samstag im Ruhrtal-Center von den Mitgliedern des „mobilen Hospizes Wetter“. In Kooperation mit dem „ambulanten Hospizverein Witten-Hattingen“, dem Kulturzentrum Lichtburg und der Bücherstube Draht will das „mobile Hospiz“ den Menschen die Thematik in den kommenden Tagen mit verschiedenen Veranstaltungen nahe bringen.

Ümmahan Akbulut, stellvertretende Vorsitzende, freute sich sehr über das große Interesse und die Fragen viele Bürger am Samstag. Dabei sei es hauptsächlich um die Arbeit im Verein gegangen, sagt Akbulut. Viele hätten sich nach dem Umfang und den Aufgaben der ehrenamtlichen Tätigkeit erkundigt. „Es gibt viele Menschen, die glauben, wenn sie Mitglied werden, müssten sie auch Sterbende und Angehörige begleiten. Das ist aber nicht so“, stellt Akbulut klar. Um Sterbende begleiten zu können, sei vorab eine Ausbildung zum Hospizhelfer erforderlich, die auch im Verein absolviert werden kann. Derzeit zählt das „mobile Hospiz“ etwa 40 Mitglieder. Davon sind 15 zum Hospizhelfer ausgebildet. Aktuell begleiten sie vier Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Mitglieder, die nicht begleiten, würden eben bei den Aktionen des Vereins eingesetzt – so wie am Samstag beim Info-Stand im Ruhrtal-Center.

Viele gehen bewusst vorbei

Dort nutzten einige Bürger die Gelegenheit auch dazu, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Viele seien aber auch bewusst am Stand vorbeigegangen, sagt Akbulut: „Es ist immer noch so, dass die Scheu vor dem Tod da ist. Wenn die Leute ‘Hospiz’ lesen, denken sie, dass sie noch nicht soweit sind.“ Meist kämen die Betroffenen erst auf den Verein zu, wenn Hospiz- und Palliativversorgung akut Thema werden. Dabei sei es gut, sich bereits im Vorfeld damit zu beschäftigen. „Wir zeigen, wie man begleiten kann, was man beachten sollte und wo man sich erkundigen kann“, sagt Ümmahan Akbulut.

Am Samstag suchten Bürger verschiedenen Alters das Gespräch mit den Vereinsmitgliedern. „Die Jüngsten waren um die 45“, schätzt Akbulut. Für Jugendliche sei das Thema einfach noch zu weit weg. Die meisten seien schreckhaft, wenn es um das Thema gehe. Aber: „Der Tod gehört zum Leben wie die Geburt.“

Die Info-Veranstaltung am Samstag war die erste aus der aktuellen Reihe: „Hospiz trifft...“.

Weitere Veranstaltungen

Am Mittwoch, 14. Oktober, folgt der zweite Teil. Dann heißt es „Hospiz trifft auf einen musikalisch-lyrischen Abend“. „Heut mach ich mir kein Abendbrot, heut mach ich mir Gedanken“ lautet der Titel der Veranstaltung, bei der das Duo Almuth Keller & Henner Downar in der Bücherstube Draht auftritt. Los geht es um 19.30 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt fünf Euro.

Fortgesetzt wird die Reihe am Sonntag, 18. Oktober, ab 14.30 Uhr in der Lichtburg, Kaiserstraße 97, mit „Hospiz trifft auf einen Kinonachmittag“. In dem Streifen „Früher oder später - mit Sterbenden habe ich angefangen, mit Hinterbliebenen habe ich aufgehört“ zeigt Regisseur Jürg Neuenschwander die Arbeit der Hospizhelfer. Der Eintritt kostet sechs Euro.

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