Soziales

EN-Kreis erneuert Angebote für verschiedene Beratungen

Machten mit ihren Unterschriften den Weg für verschiedene Beratungsangebote frei: Jana Ramme (Kreisverwaltung), Astrid Hinterthür, Jürgen Kern (FAN), Reiner Hecker (ProFamilia), Natalie Schenk (ProFamilia), Landrat Olaf Schade, Wolfgang Schmitz (FTB) und Andrea Stolte (Frauenberatung.

Machten mit ihren Unterschriften den Weg für verschiedene Beratungsangebote frei: Jana Ramme (Kreisverwaltung), Astrid Hinterthür, Jürgen Kern (FAN), Reiner Hecker (ProFamilia), Natalie Schenk (ProFamilia), Landrat Olaf Schade, Wolfgang Schmitz (FTB) und Andrea Stolte (Frauenberatung.

Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Volmarstein/Ennepe-Ruhr.  Auch die Evangelische Stiftung Volmarstein mit dem Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) sei mit ihrem Angebot im Kreis wichtig.

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Seit Jahren leisten die Wohnberatung, die Frauenberatung sowie die Kinder- und Jugendambulanz laut Mitteilung eine wichtige Arbeit, um Bürger im Ennepe-Ruhr-Kreis fachkundig zu beraten. Neue Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen machen es den Beteiligten seit Anfang 2019 möglich, ihre Arbeit fortzusetzen.

„Die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe, die Evangelische Stiftung Volmarstein mit dem Forschungsinstitut Technologie und Behinderung, der Verein Frauen helfen Frauen EN und die ProFamilia – sie alle sind bewährte Partner, wenn es darum geht, Menschen in besonderen Lebenslagen den Weg ein Stück freier zu machen. Es ist gut, sie an unserer Seite zu wissen“, betonte Landrat Olaf Schade beim Unterschriftentermin im Schwelmer Kreishaus.

296.000 Euro pro Jahr

Die Laufzeiten der drei Schriftstücke liegen bei zwei beziehungsweise drei Jahren, festgeschrieben ist darin eine jährliche Unterstützung von insgesamt rund 296.000 Euro für Personal- und Sachkosten.

Sie werden beispielsweise genutzt, um Kindern und Jugendlichen, die sexuell missbraucht oder belästigt werden oder zu Hause Opfer von Gewalt sind, Anlaufstellen zu bieten. Diese Aufgabe übernimmt die ProFamilia mit der Kinder- und Jugendschutzambulanz in Schwelm. 2017 meldeten sich dort 178 Betroffene. Sie wurden in mehr als 2.200 so genannten Fachleistungsstunden beraten, begleitet und unterstützt. Zudem wurden in Zusammenarbeit mit den Familienzentren im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis sexualpädagogische Schutzkonzepte umgesetzt sowie Fortbildungen und Elternabende angeboten.

„Der Kreis unterstützt diese Arbeit seit fast 20 Jahren. Die Erfolge sind klar erkennbar“, berichtet Astrid Hinterthür, Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung. Die intensive Betreuung helfe den Betroffenen weiter, die Informationsangebote hätten die Sensibilität für das Thema deutlich gesteigert und die Zusammenarbeit von Verantwortlichen aus Schule, Jugendämtern und Polizei habe sich längst bewährt.

Die Wohnberatung ist Anlaufstelle für diejenigen, die trotz Alter oder Behinderung möglichst selbstständig wohnen möchten. Wer die Büros in Schwelm und Wetter aufsucht, dem wird kostenlos geholfen. Thema ist dann beispielsweise die Frage, wie und mit welcher Förderung eine Wohnung so umgebaut werden kann, dass ein Umzug ins Pflegeheim zu vermeiden ist. 2017 verzeichneten das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung sowie die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe insgesamt 286 Ratsuchende.

Letzter Ausweg für Frauen

Der Verein „Frauen helfen Frauen EN“ ist seit mehr als 25 Jahren für Betroffene da. Für viele sind Beratung und Frauenhaus letzte Auswege, um einen langen Leidensweg zu beenden. Schläge, Vergewaltigung, Drohungen und Beleidigungen, der Entzug von Geld oder das Verbot, das Haus zu verlassen, um Freunde zu treffen oder berufstätig zu sein – die Palette der Grausamkeiten, über die berichtet wird, ist quasi unerschöpflich. Immer wieder geht es darum, Frauen zu helfen, ihre innere Stabilität und ihr Selbstwertgefühl wieder herzustellen. Den Weg für einen Neuanfang freizumachen. Im Jahr 2017 konnte der Verein 525 Frauen und Mädchen dabei unterstützen.

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