Kontrolle

Zoll und Polizei ziehen zahlreiche Lastwagen aus dem Verkehr

Der Zoll und die Polizei haben in Heiligenhaus am Dienstag insgesamt 35 Kleintransporter und Lkw sowie ihre Fahrer und Beifahrer überprüft. Die Einsatzkräfte ziehen eine positive Bilanz.

Der Zoll und die Polizei haben in Heiligenhaus am Dienstag insgesamt 35 Kleintransporter und Lkw sowie ihre Fahrer und Beifahrer überprüft. Die Einsatzkräfte ziehen eine positive Bilanz.

Foto: Polizei

Heiligenhaus.   Eine Schwerpunktkontrolle an der Ratinger Straße war am Dienstag für beide Behörden erfolgreich. Der Polizei ging eine Betrügerbande ins Netz.

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Kleintransporter und Lastwagen haben die Polizei und der Zoll am Dienstag, 9. April, in Heiligenhaus kontrolliert. Bei diesen Schwerpunktkontrollen an der Ratinger Straße waren der Verkehrsdienst der Kreispolizei und die Abteilung „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ des Hauptzollamtes Düsseldorf beteiligt. Ziel war es, Verstöße gegen das Arbeitsrecht und das Verkehrsrecht aufzudecken. Aus Sicht der Einsatzkräfte hat sich diese Maßnahme richtig gelohnt.

Insgesamt 35 Kleintransporter und Lastwagen aus den unterschiedlichsten Branchen wurden zwischen 13 und 17 Uhr überprüft, ebenso die Fahrer und Beifahrer.

Die Behörden ziehen eine positive Bilanz: So leitete der Zoll gleich vier Strafverfahren wegen Schwarzarbeit (§ 266a StGB) ein. Bei zwei Personen ergab sich der Verdacht, dass sie illegal eingereist waren. Zudem könnten in zwei Fällen Arbeitnehmer nur scheinselbstständig sein, das wird nun geprüft. Außerdem stellten die Zöllner drei Verstöße nach dem Mindestlohngesetz fest, denn die entsprechenden Aufzeichnungen waren nicht in Ordnung.

Lkw fahren trotz Verbot über Brücke in der Hofermühle

Die Polizei dagegen nahm bei ihren Kontrollen insbesondere die Ladungssicherung der Kleintransporter und Lkw sowie den technischen Zustand der Fahrzeuge unter die Lupe. Dabei stellten die Beamten mehrere Verstöße fest. Ein Mercedes Sprinter aus dem Baugewerbe hatte gleich 26 teils erhebliche Mängel an nahezu allen wichtigen Fahrzeugteilen. So waren unter anderem die Bremsleitung und die Karosserie verrostet. Außerdem fehlte ein Rußpartikelfilter. Aufgrund des desolaten Zustands des Sprinters ließ die Polizei den Fahrer nicht mehr weiterfahren und leitete ein Strafverfahren ein.

Die Polizisten zogen auch den Anhänger eines osteuropäischen Wagens aus dem Verkehr, weil die Bremse kaputt war und nur noch eine Leistung von 20 Prozent brachte. Auch war der Rahmen unsachgemäß verschweißt.

Schließlich erwischten die Polizisten noch drei Fahrer, die trotz des seit Monaten geltenden Verbots mit ihren schweren Lastwagen über die Brücke in der Hofermühle gefahren sind.

Betrügerbande geht Kontrolleuren ins Netz

Während der Kontrolle gingen den Einsatzkräften auch Mitglieder einer betrügerischen Handwerkerbande ins Netz. Die vier falschen Handwerker konnten einer Bande zugeordnet werden, die bundesweit agiert und zunächst sehr preiswerte Hausarbeiten anbietet, etwa die Reinigung einer Dachrinne für 20 Euro. Später werden die zumeist älteren Hauseigentümer dann mit horrenden Rechnungen im fünfstelligen Bereich zur Zahlung von Wucherpreisen genötigt.

In dem kontrollierten Fahrzeug fanden die Beamten entsprechende Arbeitsaufträge mit sehr hohen Rechnungssummen und Lohnnachweisen, die dem Zoll nun umfangreiche Ermittlungsansätze bieten. Der Zoll stellte dazu Beweismaterial sicher. Da während der Kontrolle jedoch keine konkreten Hinweise auf Straftaten der Fahrzeugbesatzung gefunden wurden, durften die Handwerker weiterfahren. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

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