Verkehr

Wie Schüler den toten Winkel aus einem anderen Winkel sehen

Hauptkommissarin Saskia Pletsch zeigt Viertklässlern der Grundschule Schulstraße, wie groß der tote Winkel ist.

Hauptkommissarin Saskia Pletsch zeigt Viertklässlern der Grundschule Schulstraße, wie groß der tote Winkel ist.

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.  Im Rahmen der Aktion „Vorsicht, toter Winkel“ waren Viertklässler aus Heiligenhaus bei der Feuerwehr. Dort lernten sie auch Erstaunliches.

Eine ganz neue Sichtweise für Gefahren im Straßenverkehr bekamen am Dienstag die Viertklässler der Grundschule Schulstraße. Denn sie durften sich in der Feuerwache in das Fahrerhäuschchen eines Feuerwehrautos setzen – und vor allem eine wichtige Sache sehen.

Und das war, dass sie im toten Winkel der Außenspiegel ihre dort stehenden Klassenkameraden nicht sehen. Das waren auch so einige, schließlich zeigte eine große grüne Plane den toten Winkel auf. Das wiederum führte den Schülern vor Augen, wie wenig Lkw- oder Busfahrer vor und neben sich im Spiegel erfassen können.

Alle Viertklässler sollen in Heiligenhaus geschult werden

Die Veranstaltung „Vorsicht, toter Winkel“ ist eine regelmäßige Aktion der Kreisverkehrswacht und der Polizei und soll Kinder für Gefahren sensibilisieren – denn alleine in NRW seien 2017 vier Kinder von abbiegenden Lkw getötet worden, so die Kreisverkehrswacht. Das soll natürlich in Heiligenhaus nicht passieren, weswegen alle Viertklässler in der Stadt an einem Aktionstag geschult werden. Neuer Kooperationspartner ist die Feuerwehr, die dafür im September und Oktober alle Grundschulen ansteuern wird.

„Ich war überrascht, wie groß der tote Winkel ist“

Die Kinder der 4a und 4b der Grundschule Schulstraße sind nun aber schon echte „Tote-Winkel-Profis“. Nach einer Einführung durch Hauptkommissarin Saskia Pletsch, wo sich tote Winkel etwa bei einem Lkw befinden, lernten die Schüler Verhaltensregeln: Beispielsweise nicht seitlich vom Lkw zu stehen, immer darauf zu achten, ob dieser abbiegt – und dann stehen zu bleiben und dem Brummi oder Bus Vorfahrt zu gewähren. Das hat Ben auch schon längst verstanden. Er fand die Aktion sehr lehrreich: „Ich war überrascht, wie groß der tote Winkel ist“, meinte er.

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