Backzeit

Wie man auch ganz einfach einen Weckmann selber backen kann

Konzentration beim Weckmann-Machen bei Nike, Flora und Verena Sarnoch – aber vor allem haben die drei zusammen Spaß.

Foto: Heinz-Werner Rieck

Konzentration beim Weckmann-Machen bei Nike, Flora und Verena Sarnoch – aber vor allem haben die drei zusammen Spaß. Foto: Heinz-Werner Rieck

Heiligenhaus.  Heiligenhauser WAZ-Mitarbeiterin Verena Sarnoch hat mit ihren Töchtern Nike und Flora Rezepte ausprobiert. Welche Stutenkerle besser schmecken.

Es rabimmelt und rabammelt wieder in Heiligenhaus – und genauso wie das Pferd, der Mantel und der Bettler gehört auch der Weckmann zu den Feierlichkeiten rund um St. Martin.

Bisher haben wir das Männchen mit der Pfeife und den Rosinenaugen immer in der Bäckerei erworben – doch in dieser Laternensaison ist alles anders! Wir, also meine Töchter Nike, Flora und ich, backen selber, und zur besseren Vergleichbarkeit direkt mit zwei verschiedenen Tatsorten. Während die Kinder für die klassische Hefeteigvariante die Hefe zerbröseln und mit warmer Milch verrühren, mache ich mich an die Quark-Ölteig-Männchen. Die Zutaten dafür hat man sogar spontan im Haus, Eier werden nicht benötigt und die angegebene Zitronenschale ersetzen wir spontan durch Weihnachtsgewürz (das stellt sich im Nachhinein als wirklich gute und geschmackvolle Idee heraus).

Hefeteig kuschelt mit Wärmflasche

Während der Hefeteig warm in eine Decke verpackt und mit einer Kinderwärmflasche an der Seite vor sich hingeht, machen wir uns ans Kneten des Quark-Öl-Teigs. Nicht von Hand, zugegebenermaßen, sondern mit Hilfe des Mixers, den die Kinder abwechselnd in den Teig halten. Verwunderlich ist nur, dass ebendieser Teig offensichtlich einen enormen Freiheitsdrang entwickelt und sich am Mixstab nach oben schlängelt. Gut, dass Nike den Überblick behält: „Ich glaube, wir müssen die Rühr- gegen die Knetstäbe austauschen. . .“

Gesagt, getan, und schon fluppt die Sache. Mit den Teigdritteln kann dann jeder von uns nach Lust und Laune einen Weckmann, andernorts auch Stutenkerl, Klausenmann, Grittibänz oder Puhmann genannt, formen und verzieren. Rosinen sind toll, aber noch besser ist definitiv eine ganze Packung Studentenfutter – Mandelhaare, Cashewmünder und Haselnussaugen begeistern nicht nur die Kinder.

Statt der Pfeife gibt es einen Lolli

Während die Kerlchen im Ofen bräunen – die Backzeit ist mit 15 Minuten auch sehr übersichtlich – , stürzen sich die Mädels auf den Hefeteig, der sich brav verdoppelt hat, und noch etwas Extra-Mehl braucht. Während Nike einen Schweinekopf formt, versucht sich Flora erfolgreich an einem Hund.

Die ursprüngliche Teigfigur stellt übrigens einen Bischof dar, St. Martin oder St. Nikolaus, und wird je nach Region eben im Advent oder zu St.Martin gegessen. Die beliebte Tonpfeife steht für den Bischofsstab. Pfeifen haben wir nicht, aber nach einer kurzen Plünderung der Süßigkeitenvorräte halten einige unserer Männchen eben Lollis in den Armen - nach kurzer Diskussion wurde auch einstimmig beschlossen, diese erst „nach“ dem Backen einzuarbeiten.

Quark-Öl-Variante ist unser Testsieger

Geschmacklich sind wir mit beiden Varianten sehr zufrieden, die Quark-Öl-Variante geht aber knapp als Sieger aus dem hausinternen Rennen hervor. Und die Mädchen schauen jetzt erwartungsvoll in Richtung

Adventsbäckerei.

>>> DAS IST DAS SIEGERREZEPT

250g Quark
10 EL Vollmilch
10 EL Öl
6 EL Zucker
2 Pck. Vanillinzucker
1 Prise Salz
490g Mehl
11/2 Pck. Backpulver
Milch zum Bestreichen
Lebkuchen-, Zitronen- oder Weihnachtsgewürz

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