Weiterbildung

Wenn Mutter und Tochter gemeinsam „voll Stoff geben“

Kursleiterin Birgit Papenberg erklärt einer Mutter (vorne) die ersten Nähschritte, die Kinder ebenfalls aufmerksam zu.

Kursleiterin Birgit Papenberg erklärt einer Mutter (vorne) die ersten Nähschritte, die Kinder ebenfalls aufmerksam zu.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Die VHS Heiligenhaus/Velbert bietet derzeit einen Mutter-Kind-Nähkurs an. Das gemeinschaftliche kreative Tun bindet und macht allen viel Freude.

Unterfaden, Oberfaden, Füßchen - für wen das alles Fremdworte sind, der hat wohl bisher auch eher selten an einer Nähmaschine gesessen. Wenn es dann aber doch mal das selbstgenähte Kissen oder Körbchen sein soll und der Nachwuchs auch lernen möchte, wie man Haargummis selber macht, dann hat die VHS Velbert/Heiligenhaus das richtige Angebot. Im „Nähkurs für Groß und Klein - Workshop für Kinder mit Eltern“ können nach zwei Tagen Arbeit die selbstgenähten schönen Dinge direkt mit nach Hause genommen werden.

Drei Mutter-Tochter-Paare haben beim ersten Kurs dieser Art die Möglichkeit, sich von Kursleiterin Birgit Papenberg in die Bedienung der Nähmaschine einweisen und beim Nähen anleiten zu lassen. Und das ist erstmal ungewohnt: Nähgarn muss ordnungsgemäß in der Maschine untergebracht werden, das Fußpedal an Ort und Stelle stehen, das Licht zur besseren Sicht auf das Werkstück eingeschaltet werden. Und bevor es an den mitgebrachten Stoff geht, üben alle erst einmal, gerade Linien (einfach), einen Sternumriss (geht auch noch) und einen Kreisumriss (schon schwieriger) nachzunähen. „Bitte denkt daran, am Anfang und am Ende auch ein paar Stiche rückwärts zu machen, damit alles gut vernäht ist“, erinnert Birgit Papenberg.

Kuschelmonster und Herzkissen

„Nähen ist ganz einfach und macht Spaß“, finden Frida(8) und Flora (8), Patricia (12) hat sogar schon öfter an Kinder-Nähkursen teilgenommen und ist ein alter Hase. Während die jüngeren Mädels an Kissen in Wolken- beziehungsweise Herzform arbeiten, näht Patricia ein kleines Kuschelmonster für den Großcousin.

Ganz nach Anleitung legen die Mädchen vorgefertigte Schablonen auf den Stoff, zeichnen mit Bleistift die Umrisse ab und schneiden dann aus. Stecknadeln - „alle Köpfe bitte in die gleiche Richtung“ werden festgesteckt, dann geht es an die Maschinen.

Auf die Finger muss geachtet werden

Und die Mütter? Die versuchen es ihren Kindern nachzumachen, immerhin zwei sind ebenfalls komplette Anfänger und dementsprechend froh, dass die VHS die Nähmaschinen zur Verfügung stellt. „Ich schreibe mir jeden Schritt auf, dann kann ich zuhause nochmal nachlesen, wie alles ging“, macht Katja aber klar, dass es durchaus die Möglichkeit auf eine Fortsetzung ihrer Näh-Karriere macht. Erst einmal aber gilt es, sich voll zu konzentrieren, nicht über den Rand zu nähen und auch auf die Finger zu achten. Die fertigen Ergebnisse können sich dann sehen lassen - und unschlagbar ist bei allen Teilnehmerinnen das Gefühl „Das hab ich selbstgenäht“.

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