Verwaltung

Was sich künftig in der Heiligenhauser Kultur ändern soll

Thomas Langmesser ist neuer Leiter des Geschäftsbereichs Soziales, Jugend und Kultur.

Thomas Langmesser ist neuer Leiter des Geschäftsbereichs Soziales, Jugend und Kultur.

Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.   Thomas Langmesser leitet bei der Stadt den neuen Geschäftsbereich Soziales, Jugend und Kultur. Auf ihn warten herausfordernde Aufgaben.

Die Bereiche Soziales, Jugend und Kultur sind wichtige Aspekte des Alltags in Heiligenhaus. Um diesen Themen die angemessene Aufmerksamkeit zu widmen, hat die Verwaltung einen neuen Geschäftsbereich geschaffen, den Thomas Langmesser (60) seit rund fünf Wochen leitet. Welche Ziele er erreichen will, erklärt er im Interview mit WAZ-Redakteur Christoph Husemeyer.

Herr Langmesser, Sie haben seit einiger Zeit eine neue Aufgabe. Haben Sie sich schon eingelebt?

Ja, es klappt alles ganz gut, auch wenn mein Terminkalender nochmal deutlich voller geworden ist (lacht). Als Geschäftsbereichsleiter arbeite ich nun an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Politik und muss natürlich mehr organisieren und langfristig planen. Da mir nun drei Fachbereiche mit mehr als 100 Mitarbeitern unterstehen, sind die Aufgaben und Themen natürlich sehr vielfältig.

Beispielsweise in der Kultur, die nun ein eigener Fachbereich ist.

Ja, die Kultur ist nun nicht mehr in der Wirtschaftsförderung angesiedelt, die sich vor allem um die Vermarktung des neuen Gewerbegebiets kümmern wird. Die neue Fachbereichsleitung der Kultur, die ja gerade gesucht wird, soll dann auch selbst im Kulturbüro sitzen. Sie ist dann näher dran am Geschehen, was neue Möglichkeiten bietet.

Zum Beispiel?

Es muss uns gelingen, kulturelle Doppelangebote zu vermeiden, beispielsweise zwei Mal Kabarett in einer Woche. Und ich würde mir wünschen, dass wir uns noch mehr um die Förderung lokaler Künstler kümmern.

Eines der kulturellen Veranstaltungszentren ist der Club, was ändert sich dort?

An den Abläufen erst einmal nichts. Aber der Club ist nun in der Kultur angesiedelt und nicht mehr im Bereich Jugend. Dort wurde er in der Vergangenheit manchmal ein wenig stiefmütterlich behandelt, weil der Fokus auf dem Tagesgeschäft lag.

Wie sieht das Tagesgeschäft im Bereich Jugend aus?

Eine große Aufgabe sind und bleiben die Plätze in der Kindertagesbetreuung. Hier müssen wir als Kommune den Rechtsanspruch der Eltern umsetzen und Angebote schaffen. Da Heiligenhaus wächst, sind hier auch neue Projekte geplant.

Was ist im Fachbereich Jugend sonst noch wichtig?

Der Bereich des Kern-Jugendamts – also beispielsweise Kinder aus schwierigen Familien vor Schaden zu bewahren. Keine leichte Aufgabe, auch weil derzeit viele Stellen in der Verwaltung vakant sind. Ich selbst bleibe erstmal kommissarischer Leiter des Fachbereichs Jugend, da ein Nachfolger keine Baustelle übernehmen soll. Wann diese Stelle neu besetzt wird, ist derzeit unklar.

Aber auch der Fachbereich Soziales erfordert Ihre volle Aufmerksamkeit.

Ja, hier haben wir mit anerkannten Flüchtlingen mit Bleiberecht, beispielsweise aus Syrien oder dem Irak, eine große Aufgabe vor uns. Von diesen Menschen sind schon einige hier und es kommen weitere. Diese nicht nur unterzubringen, sondern auch zu integrieren, muss unser Ziel sein. Zum Beispiel wird es ab Ende Oktober das Projekt „Komm an“ in der Oberilp geben. Dort helfen Ehrenamtler den Neuankömmlingen in einer Sprechstunde bei Fragen des Alltags.

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