Klimaschutz

Warmer-Pulli-Tag: Schüler setzen Zeichen für den Klimaschutz

Zum Klimaschutztag messen die Schüler der Klasse 5a der Realschule den CO2-Ausstoß.

Zum Klimaschutztag messen die Schüler der Klasse 5a der Realschule den CO2-Ausstoß.

Foto: Ulrich Bangert

Heiligenhaus.   Am „Warmer-Pulli-Tag“ wurden zum Energiesparen die Heizungen in Heiligenhauser Schulen und Kitas herunter gedreht. Projekttag an der Realschule.

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So richtig frieren muss niemand in der Realschule – und das, obwohl gestern die Heizung so herunterreguliert wurde, dass die Raumtemperatur um mindestens einen Grad Celsius gesunken ist. Das passierte im Rahmen des diesjährigen „Warmen-Pulli-Tages“, der vom städtischen Programm „Aktiv fürs Klima“ initiiert wurde. Im letzten Jahr hatten Schulen und Kitas am Aktionstag bis zu 40 Prozent Energie einsparen können. Den Temperaturunterschied bemerkte dabei kaum jemand.

Jeder kann das Klima schützen

Dieses Mal machten erneut mehrere Bildungseinrichtungen der Stadt Heiligenhaus mit, die Realschule hat diese Aktion sogar um einen ganzen Projekttag ergänzt: Schülerinnen und Schüler setzten sich mit dem Thema Energiewende auseinander. Zur Unterstützung war die Verbraucherzentrale vor Ort und hatte viele Spiele und anschauliche Materialien für die Kinder mitgebracht. „Mit unseren Bildungsaktionen möchten wir den Schülern bewusst machen, wo überall Energie verbraucht wird und was das für Auswirkungen auf unsere Umwelt hat“, erklärt Julia Rosenberg von der Verbraucherzentrale.

Das funktioniert am besten auf spielerische Art und Weise: Auf den Fluren schwirren die Schüler der 6c als Kohlenstoffdioxid-Teilchen durch die Gegend, in der Turnhalle treten selbst die Jüngsten im Energie-Quiz gegen Bürgermeister Dr. Jan Heinisch an. „Es ist ganz wichtig, dass auch junge Menschen mit diesem Thema in Berührung kommen. Der Einzelne kann viel mehr bewirken als irgendein Gesetz“, findet Heinisch.

Das Duell gegen Fünftklässlerin Nejmeh verliert er, die kleinen Energie-Profis sind schon gut informiert. Das freut Schulleiterin Sonia Cohen ganz besonders: „Das ökologische Konzept der Schule wird so in den Alltag der Schüler integriert“, sagt sie.

Zum Nachdenken anregen

Zum Nachdenken anregen, das ist das Ziel des „Warmen-Pulli-Tages“: „Die Kinder merken, dass sie auch mit weniger Energie gut zurecht kommen und sich dabei kaum einschränken müssen“, weiß Jeannette Raschke, die als Mitarbeiterin des Ingenieurbüros Wertsicht das Programm „Aktiv fürs Klima“ unterstützt und begleitet. Ihr Ziel ist es, immer mehr Menschen für Klimaschutz-Aktionen bewegen zu können, um so ein Zeichen zu setzen und langfristig etwas zu verändern.

Die Realschüler zumindest haben ein Zeichen gesetzt: Beim Klimaschutz helfen, das kann jeder. Und Spaß macht es auch.

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