Hilfsprojekt

Unbürokratische Nachbarschaftshilfe organisiert sich

Alte und geschwächte Menschen sollten derzeit jeglichen Kontakt vermeiden. Nun sind sie besonders stark auf Hilfe angewiesen.

Alte und geschwächte Menschen sollten derzeit jeglichen Kontakt vermeiden. Nun sind sie besonders stark auf Hilfe angewiesen.

Foto: imago/bonn-sequenz / imago

Heiligenhaus.  In der Not sollten die Menschen zusammenhalten. So sieht das auch die Heiligenhauserin Daniela Schaefers und hat ein Hilfsprojekt gestartet.

„Was andere können, das können wir auch“, dachte sich die Heiligenhauserin Daniela Schaefer, nachdem sie im Fernsehen einen Beitrag über ein Nachbarschaftsprojekt in Hamburg gesehen hatte. Innerhalb weniger Stunden hat sie daraufhin die Facebookgruppe „Hilfe in der Corona Krise Heiligenhaus“ gegründet, die gleichnamige Facebook-Seite angelegt. „Es dauerte nicht lange, da hatte die Gruppe bereits 50 bis 60 Mitglieder“, freut sich Daniela Schaefers, die sich bei Facebook „Dani Dani“ nennt. Gedacht ist die Seite für die Bürger, die Hilfe benötigen – etwa beim Einkaufen oder wenn ein Rezept eingelöst werden muss – aber auch für diejenigen, die gerne helfen möchten. „Ich stelle mir das so vor, dass, wenn eine Hilfsanfrage hier auf facebook gepostet wird, sich diejenigen dann melden, die die entsprechenden Kapazitäten dafür haben, den Auftrag zu erfüllen“, erläutert „Dani Dani“ das Prinzip.

Hilfe erfolgt ehrenamtlich, unbürokratisch, schnell

Die Hilfe soll ehrenamtlich, unbürokratisch und zeitnah erfolgen. Wer Hilfe braucht, kann sich aber auch per Telefon bei Daniela Schaefers unter 0171/2013992 melden. Weil die Heiligenhauserin selbst berufstätig ist, bittet sie darum, Nachrichten notfalls auch auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. „Ich melde mich auf jeden Fall. Es ist einfach wichtig, dass wir als Kleinstadt jetzt eng zusammenhalten und füreinander da sind.“

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