Sport

TV Heiligenhaus feiert seinen 150. Geburtstag

Lutz Strenger (links) und Lothar Meunier leiteten das offene Singen im „Club“ an.

Lutz Strenger (links) und Lothar Meunier leiteten das offene Singen im „Club“ an.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Der TV Heiligenhaus existiert seit 150 Jahren: Dieser Geburtstag wurde nun im Club groß gefeiert – mit großen Reden aber auch viel Bewegung.

„Was uns gut getan hat, tut auch den Kindern gut“, davon ist Corinna Burhenne überzeugt und geht regelmäßig mit ihrem Sohn zum Eltern-Kind-Turnen des Turnverein Heiligenhaus 1869 (TVH). „Arjen ist immer ganz traurig, wenn das mal ausfällt.“

Am Samstag gab es keinen Grund traurig zu sein, da hatte der Fünfjährige zusammen mit anderen Kindern und der ganzen Vereinsfamilie viel Spaß, weil der zweitgrößte Heiligenhauser Sportverein im „Club“ von morgens bis in die Nacht sein 150-jähriges Bestehen feierte. Beim Empfang gaben sich Vertreter aus Politik, Sportverbänden und anderen Vereinen ein Stelldichein.

Bürgermeister rekapituliert lange Geschichte des Vereins

Bürgermeister Michael Beck rekapitulierte das lange Bestehen des Vereins und erinnerte mit interessanten Details daran, dass der Verein von den großen geschichtlichen Ereignissen nicht unberührt blieb. Ebenso wie Landrat Thomas Hendele machte er auf die Bedeutung des Sports aufmerksam, der einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Gemeinwohls in der Stadt hat. Dazu dankten die Redner für den ehrenamtlichen Einsatz vieler Vereinsmitglieder, ohne die das vielseitige Angebot rund um den Sport nicht möglich wäre.

Begleitet wurde der offizielle Teil der Jubiläumsveranstaltung durch die „Flying Tunes“ von der Musikschule Heiligenhaus. Beim geselligen Teil am Nachmittag spielte Musik wieder eine große Rolle. Alle Besucher waren eingeladen, beim offenen Singen mitzumachen.

Offenes Singen für alle Gäste

Lutz Strenger und Lothar Meunier gaben auf sympathische Art die Melodie und den Text vor und schon bildete sich ein großer Chor. „Singen ist ein tolle Sache“, findet TVH-Vorsitzender Michael Nink. „Ich hatte das Offene Singen mit den beiden im Hefelmann-Park erlebt und gedacht, das müssen wir auch machen.“

Während drinnen gesungen wurde, fand draußen ein Kinderfest statt, bei dem selbstverständlich die Bewegung mit Mittelpunkt stand. Neben Hüpfburg, Bobbycar-Rennen, Sack hüpfen und Dosen werfen ließen sich die Kleinen angesagte Glitzertattoos aufkleben. „Während die Mädchen gerne ein Einhorn haben möchten, verlangen die Jungs Totenköpfe oder Piraten“, weiß Steffi Peipe, eine Übungsleiterin des Eltern-Kind-Turnens.

Obst statt Süßigkeiten als Belohnung

Anstatt der üblichen Süßigkeiten gab es für eine volle Spielkarte zur Belohnung Obst und Gemüse. Clownfrau Trine sorgte mit ihren Späßen für weitere Unterhaltung. Abends machte Patrick Steinhaus als DJ und Gitarrist Partymusik.

Michael Nink ist seit zwölf Jahren Vorsitzender des traditionsreichen Vereins. „Der damalige Vorsitzende Wolfgang Burat wollte aufhören, man fragte mich, ob ich das machen wolle. Ich sagte, ich denke mal nach. Da schon meine ganze Familie im Verein war, habe ich zugesagt“, so der Inhaber einer Heiligenhauser Metallbearbeitungsfirma, der es nicht bereut, sich an vorderster Stelle ehrenamtlich einzusetzen. „Es macht Spaß, man hat interessante Aufgaben. Ich erhalte viel positives Feedback, das macht zufrieden. Sicherlich gibt es immer mal jemanden der sagt, dieses oder jenes hätte man besser machen können. Aber wir haben es gemacht. So etwas muss ganz locker sehen.“

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