Kommentar

Tierschützer sollten besser die Kirche im Dorf lassen

Redakteur Christoph Husemeyer kommentiert die Kritik an der Hubertusmesse.

Redakteur Christoph Husemeyer kommentiert die Kritik an der Hubertusmesse.

Heiligenhaus.   Mit der Kritik an der Hubertusmesse schießt Peta über das Ziel hinaus. Jäger sind heuzutage vor allem für Hege und nicht für das Töten zuständig.

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„Töten mit kirchlichem Segen“ – die Vorwürfe der Tierrechtler klingen martialisch. Und sind leider übertrieben. Eine Messe über den Heiligen Hubertus, der sich am Ende sogar von der Jagd abwendet – das klingt nicht gerade wie der Aufruf zum sinnlosen Töten von Wildtieren in Heiligenhaus, wie von Peta mit dem Verweis auf Drückjagden befürchtet. Über das Thema Jagd an sich kann man sicher gut diskutieren.

Die Forderung nach einem ethischen Umgang mit den Wildtieren ist dabei nicht verkehrt. Doch Peta verkennt, dass Jäger heutzutage auch ökologische Aufgaben im Wald übernehmen und dabei viele Vorgaben beachten müssen. Wie reglementiert ihr Handeln ist, zeigt nicht zuletzt der langwierige Streit über das NRW-Jagdgesetz. Ob nun durch eine Messe – mit Gottes Segen – mehr Tiere sterben müssen, darf stark bezweifelt werden.

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