Bildung

Talentscout findet für Schüler den passenden Studiengang

Jan-Robin Lamers (links) hat mit Hilfe des Talentscouts Alberto Rodriguez ein Studium am Heiligenhauser Campus der Hochschule Bochum begonnen.

Jan-Robin Lamers (links) hat mit Hilfe des Talentscouts Alberto Rodriguez ein Studium am Heiligenhauser Campus der Hochschule Bochum begonnen.

Foto: Ulrich Bangert

Heiligenhaus.   Jan-Robin Lamers studiert Technische Informatik am Campus Heiligenhaus der Hochschule Bochum. Dazu verholfen hat ihm ein Talentscout.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Seit Beginn des Herbstsemesters studiert Jan-Robin Lamers am Heiligenhauser Campus der Hochschule Bochum Technische Informatik. Und das mit sichtlicher Begeisterung. Dass der 19-jährige Velberter aber überhaupt hier gelandet ist und den für sich passenden Studiengang gefunden hat, hat er neben eigenem Engagement auch Talentscout Alberto Rodriguez zu verdanken.

Der hat sein Büro im Thormählen-Bildungshaus und arbeitet im Rahmen des Talentscouting-Programms daran, an Schulen in Velbert und Heiligenhaus Schüler zu beraten und ihnen verschiedene Optionen und Perspektiven für die berufliche Laufbahn aufzuzeigen.

Studienfach war noch offen

„Als wir von unseren Lehrern vor eineinhalb Jahren am Berufskolleg Niederberg den Hinweis bekommen haben, dass es dieses Beratungsangebot gibt, habe ich sofort einen Termin gemacht“, erzählt Jan-Robin Lamers. „Ein Studium wollte ich auf jeden Fall beginnen, das Fach war aber noch offen.“ Gemeinsam mit Alberto Rodriguez überlegte er, wie es mit E-Commerce aussehen könnte, entschied sich aber unter anderem aufgrund der deutlich längeren Anfahrtszeit nach Mülheim und wegen des sehr mathelastigen Studiums dagegen.

„Wir haben Vor- und Nachteile abgewogen“, erinnert sich Rodriguez an die ersten Treffen. Als informationstechnischer Assistent mit Fachabitur hat Lamers das Berufskolleg abgeschlossen – und damit die besten Voraussetzungen für sein jetziges Studium, das auch mit einer höheren Anwendungsaffinität aufwarten kann. Worum es in dem Vollzeitstudium überhaupt geht? „Um die Frage, wie ich Maschinen dazu bringen kann, mithilfe eines Rechnersystems Aufgaben selbstständig zu lösen“, fasst der Neu-Student zusammen.

Sehr praxisnahes Studium

„Das Studium ist sehr praxisnah, das liegt mir“, freut sich Lamers, der auch vorab schon einen Blick in die Hochschule werfen konnte. „Das Botschafter-Programm ist für Talente gedacht, die mit Studierenden aus höheren Semestern mitgehen und sich deren Alltag ansehen können“, erklärt Alberto Rodriguez, „denn ein Studium ist schon etwas ganz anderes als der durchgetaktete Schulalltag.“

Schön klein und übersichtlich fand Jan-Robin dabei von Beginn an den Heiligenhauser Campus,der ihm sehr gut gefällt. Er fühlte sich nie allein und traf in den Vorlesungen sogar Leute, die er von früher kannte. „Man ist hier nicht nur eine Nummer und nicht allein, das ist mir wichtig.“

Angebot ist auf Schüler aus nicht-akademischen Familien ausgelegt

Der 19-Jährige ist der erste in seiner Familie, der ein Studium begonnen hat, ursprünglich ist auch das Talentscouting-Programm auf Schüler ausgelegt gewesen, die aus nicht-akademischen Familien stammen und dementsprechend von Zuhause keine oder weniger Tipps bekommen können, wie ein Studium – oder auch eine Ausbildung, denn geklärt werden mehrere mögliche Werdegänge – am besten angegangen werden kann, was zu beachten ist oder wie man eine Hausarbeit schreibt.

Mittlerweile kommen aber auch Kinder von Eltern, die ein Studium abgeschlossen haben, Rodriguez’ Büro steht allen Interessierten offen. „Ich berate hier seit zwei Jahren, Jan-Robin ist tatsächlich der erste, der ein Studium hier vor Ort aufgenommen hat. Das ist natürlich besonders schön.“ Und Lamers gibt das Kompliment zurück: „Vom Scouting kann jeder nur profitieren, ich empfehle auch meinen Freunden hinzugehen.“

>>> INFORMATIONEN ZUM CAMPUS UND ZUM SCOUT

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben