Sturmtief

Sturm Sabine zeigt sich auch in Heiligenhaus eher gnädig

An der Grubenstraße wurde dieser Heiligenhauser PKW durch einen umgestürzten Baum beschädigt.

An der Grubenstraße wurde dieser Heiligenhauser PKW durch einen umgestürzten Baum beschädigt.

Foto: Feuerwehr Heiligenhaus

Heiligenhaus.  Sturm Sabine hielt die Heiligenhauser Feuerwehr mit vielen kleinen Einsätzen gut auf Trab. Die Rettungskräfte hatten sich bestens vorbereitet.

Auch die Feuerwehr Heiligenhaus kann aufatmen: Sturm Sabine fiel wesentlich milder aus als erwartet – große Schäden blieben aus. Dafür mussten die Retter zu vielen kleineren Einsätzen ausrücken. Bereits seit mehreren Tagen hatte sich auch die Feuerwehr Heiligenhaus auf das angekündigte Sturmtief vorbereitet – der Deutsche Wetterdienst hatte großflächig vor erheblichen Schäden und Gefahren gewarnt.

„Am Freitag haben wir unser Personal nochmal abgefragt“, erklärt Wehrleiter Ulrich Heis, „dabei stellte sich heraus, das uns über 50 Einsatzkräfte zur Verfügung standen. Tatsächlich haben wir aber nur gut die Hälfte von ihnen einsetzen müssen“

Letzte Lagebesprechung kurz vor Sturmbeginn

Auf einer ersten Lagebesprechung am Sonntag um 17 Uhr in der Feuerwache wurde dann taktisch vorgeplant. Weil der Höhepunkt des Sturmes erst ab etwa 22 Uhr vorausgesagt wurde, entscheid sich die Leitung dazu, einen Teil der freiwilligen Helfer erstmal wieder nach Hause zu schicken. „Wir müssen zum einen sichergehen, dass alle Einsatzkräfte zügig und sicher zur Wache kommen und zum anderen, dass die Kräfte nicht unnötig lange an der Wache sind und ermüden. Die beste Erholung findet man schließlich immer noch zuhause“, begründete Ulrich Heis seine Entscheidung, die sich dann auch als richtig herausstellte. Eine kleine Mannschaft mit rund 20 Kräften verblieb an der Wache, die Einsatzzentrale der Wehr blieb besetzt. Eine Führungskraft wurde in den Feuerwehr-Führungsstab des Kreises Mettmann geschickt, der die Lage im gesamten Kreis im Auge behielt.

Umgestürzte Bäume und Zäune lassen die Feuerwehr ausrücken

Die Feuerwehr Heiligenhaus wurde letztlich im Laufe des Abends zu insgesamt fünf Einsätzen alarmiert, darunter zu einem umgestürzten Baum an der Ruhrstraße und einem umgestürzten Bauzaun an der Westfalenstraße. In beiden Fälle hob die Feuerwehr die dadurch bedingten Straßenblockierungen auf und kehrte zur Wache zurück. Währenddessen trafen sich die Führungskräfte der Feuerwehr in den späten Abendstunden erneut, um die Lage einzuschätzen. Um 23 Uhr wurden daraufhin die kleine Bereitschaft an der Wache und der Feuerwehr-Führungsstab beim Kreis aufgelöst.

Zweite Nachthälfte unruhiger

Allerdings gestaltete sich die zweite Nachthälfte und der Montag selbst dann doch ein wenig unruhiger, mehrfach mussten Bäume zersägt werden. An der Grubenstraße stürzte ein Baum auf ein Auto, verletzt wurde aber niemand. Ulrich Heis freut sich über die doch eher harmlosen Sturmschäden, vor allem darüber, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist. „Der Sturm war in den Medien sehr präsent, so dass sich die Bevölkerung gut vorbereiten konnte“, lobt der Feuerwehrleiter, „die Straßen waren zeitweise menschenleer.“

Lob für die Heiligenhauser Bürger

Auch Presseprecher Marco Bayer findet gute Worte für die Heiligenhauser Bürger. „Sie haben sich toll vorbereitet, es sind keine Sachen durch die Gegend geflogen, das finde ich alle in allem sehr umsichtig.“ Neben dem Feuerwehr standen übrigens auch noch weitere Kräfte vom Technischen Hilfswerk, dem Stadtforst und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk.

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