Wirtschaft

Stadt ist in Sorge um den Heiligenhauser Real-Markt

Die Zukunft des Real-Marktes an der Velberter Straße beschäftigt auch die Stadt. So will das Mutterunternehmen Metro die Real-Kette verkaufen, vielen Filialen könnte das Aus drohen.

Die Zukunft des Real-Marktes an der Velberter Straße beschäftigt auch die Stadt. So will das Mutterunternehmen Metro die Real-Kette verkaufen, vielen Filialen könnte das Aus drohen.

Foto: Hans Blossey

Heiligenhaus.  Bei der Sitzung des Heiligenhauser Wirtschaftsförderungsausschusses standen viele Themen auf dem Programm. Etwa die Zukunft des Real-Marktes.

Die Zukunft des Real-Marktes an der Velberter Straße, die Verzahnung des neuen Einkaufszentrums auf dem Hitzbleck-Areal mit der Hauptstraße, die Vermarktung von Gewerbeflächen im Innovationspark sowie die Ansiedlung von Unternehmen auf dem Gelände der Alten Schmiede: Das waren einige der Themen, die im Wirtschaftsförderungsausschuss der Stadt am Donnerstagabend für Gesprächsstoff sorgten.

Sorge um den Real-Markt an der Velberter Straße

Besonders bei dem Real-Verbrauchermarkt waren Sorgen laut geworden, dass dieser geschlossen werden könnte – denn die Unternehmensmutter Metro möchte die Kette (280 Filialen) verkaufen, vielen Märkten droht möglicherweise das Aus. Doch Bürgermeister Michael Beck schlug in der Ausschusssitzung hoffnungsvolle Töne an: Unlängst sei der Real-Marktleiter im Rathaus gewesen, „und er klang so, dass sich der Markt behaupten könnte. Bei ihm war keine Unruhe zu spüren.“ So sei die Kundenfrequenz in der Filiale in Heiligenhaus gut. Und: „Wir werden als Stadt auch alles tun, damit der Markt erhalten bleibt“, sagte Beck. Doch natürlich wisse man nicht, wie sich die Situation entwickeln werde.

Neue Unternehmen für das Gelände der Alten Schmiede

Auf jeden Fall seien aber schon künftige „Nachbarn“ des Real-Marktes im Anflug, wie der Bürgermeister weiter ausführte: „Es gibt zwei Unternehmen, die sich auf dem Gelände der Alten Schmiede ansiedeln wollen. Dabei handelt es sich um Firmen mit einem überregionalen Ruf, die aufhorchen lassen werden.“ Um welche Unternehmen es sich handelt, wollte Beck noch nicht verraten. „Nun werden die Vertragsentwürfe erstellt und der entsprechende Bauantrag eingeleitet.“

Auf dem Areal der Alten Schmiede soll zudem noch eine dritte Firma kommen – und da gebe es schon Gedankenspiele: „Die beiden Unternehmen haben in anderen Städten einen dritten Partner, der vielleicht hinzustoßen könnte“, schilderte Beck. Ansonsten seien die künftig in Heiligenhaus angesiedelten Firmen „so zugstark und interessant, dass sie ein gutes Vermarktungsargument für eine weitere Ansiedlung sind“.

Am Stadteingang soll ein Kreisverkehr kommen

Zufrieden mit dem derzeitigen Vermarktungsstand beim ersten Abschnitt des Gewerbegebiets Innovationspark (Bebauungsplan 57 zwischen Ratinger Straße und Friedhofsallee) zeigte sich der Chef der Heiligenhauser Wirtschaftsförderung, Peter Parnow: 22.000 der rund 60.000 Quadratmeter großen Fläche seien bereits an einen Ankermieter (die Firma R+M de Wit) gegangen, „daneben gibt es noch eine Liste mit 40 Interessenten für weitere Flächen“. Und auch eine Verkehrslösung sei gefunden: Am Stadteingang soll an der Ratinger Straße nun ein Kreisverkehr entstehen: „Das ist so auch mit Straßen NRW abgestimmt.“

Sorgen hat die Stadt aber bei einigen Brachflächen – etwa das ehemalige Strenger-Gelände an der oberen Hauptstraße. Hier müssten noch Lösungen gefunden werden, hieß es. Auch das Aus der Gießerei Küpper zum Ende des Monats bereitet der Stadt Bauchschmerzen: „Das ist erst einmal Sache der Eigentümer. Aber wir werden versuchen, uns als Stadt in die Entwicklungsprozesse einzubringen“, meinte Parnow.

Stilles Gewerbe auf dem Dörrenhaus-Areal

Konkreter sieht es da bei dem Dörrenhaus-Gelände aus: Dort sind 1300 Quadratmeter des knapp 15.000 Quadratmeter großen Areals für stilles Gewerbe vorgesehen. Daneben soll auf zwei Dritteln des Gesamtgeländes reine Wohnbebauung entstehen, zur Pinner Straße hin soll es Parnows Angaben zufolge ein Mischgebiet mit Wohnungen und wohnverträglichem Gewerbe geben.

Daneben soll in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden, wie das Einkaufszentrum auf dem Hitzbleck-Areal am besten mit der Innenstadt verzahnt werden, „so dass Kunden hin- und hergehen können“, so Parnow.

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