Bauprojekt

Spar- und Bauverein Heiligenhaus errichtet neue Wohnhäuser

Der Spatenstich ist jetzt erfolgt: In einem Jahr soll auf dem Gelände an der Schulstraße/Ecke Hauptstraße ein Haus mit zehn Wohnungen stehen.

Der Spatenstich ist jetzt erfolgt: In einem Jahr soll auf dem Gelände an der Schulstraße/Ecke Hauptstraße ein Haus mit zehn Wohnungen stehen.

Foto: Ulrich Bangert

Heiligenhaus.   Auf zwei ehemals städtischen Grundstücken beginnen jetzt die Arbeiten. Zehn Wohnungen entstehen in der Innenstadt und weitere 14 im Nonnenbruch.

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Der Spar- und Bauverein Heiligenhaus beginnt in diesem Monat gleich zwei Neubauprojekte, zwei Häuser mit insgesamt 24 Wohnungen. Für das erste Vorhaben gab es am Dienstagmorgen den Spatenstich an der Schulstraße, Ecke Hauptstraße. Auf dem Gelände, das gut 600 Quadratmeter misst, entsteht gegenüber der Alten Kirche ein Gebäude mit Erdgeschoss, zwei Obergeschossen und einem Dachgeschoss für zehn altengerechte Wohnungen. Geplant sind je zwei bis drei Zimmer, die Wohnungen sind zwischen 63 und 96 Quadratmeter groß. Zusätzlich sollen drei Garagen und drei Außenstellplätze entstehen.

„Wir haben sehnsüchtig darauf gewartet, dass es endlich los geht“, sagt der Bauvereinsvorsitzende Klaus Denné. Ursprünglich sollte der Spatenstich im Frühjahr erfolgen, doch die Baugenehmigung kam später als erwartet. „Das hatte Hintergründe, jetzt ist alles auf einem guten Weg.“ In gut einem Jahr soll dieses Projekt beendet werden; ebenso das zweite im Nonnenbruch, das nächste Woche an der Oppelner Straße beginnt. „Vor dem Wintereinbruch wird der Rohbau bestimmt fertig sein“, sagt Ludger Hilberg, ebenfalls Vorsitzender des Bauvereins, zumal der Wohnbau nicht unterkellert werde.

Die Geschäftsstelle zieht demnächst um

Jedoch nicht nur den ursprünglichen Zeitplan musste der Bauverein ändern, sondern auch das Angebot. So hatten Denné und Hilberg angedacht, im Erdgeschoss einen Pflegedienst oder Orthopäden einziehen zu lassen. Doch dafür fand sich niemand. Daher wird der Spar- und Bauverein seine Geschäftsstelle dorthin verlagern und den jetzigen Standort am Südring zu zwei Wohnungen zurückbauen.

Wohnungen für einkommensschwache Mieter

Die Grundstücke für beide Projekte habe die Stadt zielgerichtet verkauft, sagt Bürgermeister Michael Beck und lobt den Bauverein als großen Akteur in Heiligenhaus. „Alles, was den Bauverein stärkt, stärkt auch die Stadt“, so Beck. Dazu zählt auch das künftige Wohnhaus an der Oppelner Straße. Dort entstehen 14 Wohnungen, die öffentlich gefördert sind. Ärmere Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein sollen einziehen, etwa junge Familien, Studenten, Singles oder Alleinerziehende.

Auf der Grünfläche zwischen Parkplatz, Bäumen und Spielplatz soll ein Haus mit drei Etagen und einem Dachgeschoss entstehen. Sieben Vierzimmerwohnungen (92 Quadratmeter) und sieben Zweizimmerwohnungen (47 bis 62 Quadratmeter) sind geplant. Sie sind barrierefrei und haben Aufzüge – wie an der Schulstraße. Im Erdgeschoss wird es Terrassen geben, in den Obergeschossen Balkone. Zudem sind 14 Parkplätze für Autos vorgesehen.

Über weitere Bauprojekte wird nachgedacht

Dass an allen Wohnungen hoher Bedarf herrscht, daran zweifelt der Bauverein nicht. Allein anhand des Interesses an der Schulstraße hätte man vier Häuser bauen können. „Wir machen gerne weitere Projekte mit dem Bau- und Sparverein“, sagt Michael Beck, der auch den Bedarf an günstigen Wohnungen sieht. Dafür sei der Verein weiterhin offen, so Klaus Denné, doch erstmal wolle man die aktuellen Vorhaben stemmen, die insgesamt gut fünf Millionen Euro kosten.

>>> Alle Mieter kaufen Genossenschaftsanteile

  • Wer beim Spar- und Bauverein Mieter werden möchte, muss Mitglied werden und einen Genossenschaftsanteil kaufen, der jährlich mit vier Prozent verzinst wird. Derzeit hat der Verein circa 700 Mitglieder, die in Heiligenhaus in 75 Häusern mit 439 Wohnungen leben.
  • Der letzte Neubau des Vereins war 1985 an der Bayernstraße. Nach den aktuellen Projekten soll es bis zum nächsten jedoch nicht wieder Jahrzehnte dauern, so die Vorsitzenden.

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