Landesweiter Warntag

Sirenen heulen in Heiligenhaus: Das steckt hinter dem Alarm

Beim landesweiten Warntag testen Heiligenhaus und der übrige Kreis Mettmann ihre Notfallkonzepte. Dabei werden auch Sirenen heulen.

Beim landesweiten Warntag testen Heiligenhaus und der übrige Kreis Mettmann ihre Notfallkonzepte. Dabei werden auch Sirenen heulen.

Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.  Die Stadt Heiligenhaus und der Kreis Mettmann erproben beim landesweiten Warntag am Donnerstag ihre Notfallkonzepte. Dabei heulen die Sirenen.

Wenn am Donnerstagmorgen in Heiligenhaus die Sirenen losheulen, ist es nur ein Probealarm. Diesmal sind weder ein Großbrand noch eine Naturkatastrophe ausgebrochen. Es gab keinen Chemieunfall und Weltkriegsbomben werden ebenfalls nicht entschärft. Auf solche und andere Ernstfälle soll aber der zweite landesweite Warntag vorbereiten, an dem Heiligenhaus und die übrigen Städte im Kreis Mettmann ihre Warnkonzepte erproben. Der Warntag beginnt um 10 Uhr mit Sirenenalarm – und die Heiligenhauser sollen wissen, wie sie sich dann zu verhalten haben.

„Wir wollen die Bevölkerung wieder an die Warntöne gewöhnen“, sagt der stellvertretende Feuerwehrleiter Nils Vollmar. Sie seien nämlich nach dem Kalten Krieg größtenteils in Vergessenheit geraten. Von einst gut zwei Dutzend Sirenen stehen heute noch zwölf in Heiligenhaus. Die seien aber alle intakt, weil die Feuerwehr sie regelmäßig nutze und erprobe. Nun wird aber kein Feueralarm zu hören sein, sondern verschiedene Töne.

Der Warntag beginnt um 10 Uhr mit einem Sirenenalarm

Der Warntag beginnt um 10 Uhr mit einem Dauerton, der eigentlich Entwarnung bedeutet. Nach einer fünfminütigen Pause folgt ein auf- und abschwellendes Sirensignal – das ist im echten Notfall das Warnsignal. Abgeschlossen wird der Sireneneinsatz nach einer weiteren Pause mit dem Entwarnungston.

Die Feuerwehr ist überzeugt von dieser Warnmethode. „Sie ist die einzige mit einem echten Weckeffekt“, so Vollmar, denn Fernseher, Radio oder Handy seien nachts meist ausgeschaltet. Das Warnsignal fordere die Heiligenhauser auf, sich Informationen zu besorgen, welcher Ernstfall gerade eingetreten sei. Dabei hilft die kostenlose Handy-App Nina (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), die am Donnerstag ebenfalls erprobt wird. „Diese App empfehle ich ganz ausdrücklich“, sagt Nils Vollmar. Sie stamme vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und sei verlässlich. Der Bund stelle das System und der Kreis speise die Warnmeldung ein.

Ratschläge für den Ernstfall

Im Ernstfall sollen die Heiligenhauser geschlossene Räume aufsuchen, Fenster und Türen schließen (für den Fall das Gefahrstoffe austreten) und das Radio einschalten. Das empfiehlt der Kreis Mettmann. Bei akuten Gefahren werden über Hörfunk (WDR2, Radio Neandertal) Informationen und Verhaltenshinweise gegeben. Weitere Infos auf www.warnung.nrw

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