Hilfe für Rumänien

Schuhe sind oftmals das schönste Geschenk

Alle packen mit an: Wenn der Verein Vergessene Kinder aus Heiligenhaus nach Rumänien kommt, freuen sich die Bewohner über die vielen Spenden, die sie zum Leben brauchen.

Foto: Vergessene Kinder

Alle packen mit an: Wenn der Verein Vergessene Kinder aus Heiligenhaus nach Rumänien kommt, freuen sich die Bewohner über die vielen Spenden, die sie zum Leben brauchen. Foto: Vergessene Kinder

Heiligenhaus/Medias.  Der Heiligenhauser Verein Vergessene Kinder bringt Spenden nach Rumänien. Dabei erleben sie besondere Momente.

Manchmal ist es ganz einfach zu helfen: Dinge, die man nicht mehr braucht, die können manche Menschen sogar ganz dringend benötigen. Wie zum Beispiel in Rumänien. Schon lange gibt es den Heiligenhauser Verein Vergessene Kinder, aber noch immer sind Lieferungen in das arme europäische Land wichtig für die dort Lebenden.

Vor dem Winter, wenn es richtig kalt wird, da bemüht sich der Verein jedes Jahr um so viele Lieferungen wie möglich. Und mit an Bord sind dann auch die vielen von Heiligenhausern gepackten Weihnachtspäckchen. Anfang Dezember machte sich Petra Ullrich, Vorsitzende des Vereins, mit Petra Schmitz auf, um vor Ort in Medias/Rumänien zu helfen und die vielen Päckchen zu verteilen.

Begleitet wurden sie diesmal von vier Elftklässlern der Langenberger Windrather Talschule, einer davon Ullrichs Sohn Vincent, sowie Tom Dorgarten, Lara Knierim und Talitha Roth. Für die jungen Leute war dies eine Projektwoche für die Schule. Alle vier waren eine große Hilfe bei der Verteilung der Lebensmittelsäcke, der Kleidung und Schuhe, des Brennstoffs und nicht zuletzt der Weihnachtspäckchen, so der Verein.

Durch Spenden konnten dieses Jahr rund 500 Weihnachtspäckchen an die bedürftigen Familien und Kinder im Krankenhaus in Medias verteilt werden. Auch konnten Brennstoffpaten gefunden werden: So war der Verein in der Lage, drei Tonnen Holzbriketts an Familien in Mosna zu verteilen.

Nach wie vor sei die Versorgung mit Schuhen ein großes Problem, berichtet der Verein. Zwei Tage dauerte die Verteilung. Ein Besuch wurde auch dem After School“-Projekt des Vereins abgestattet. Für die vorgezogene Weihnachtsfeier mit Eltern hatten die Kinder, die alle verkleidet waren, einige Lieder und Gedichte einstudiert, die sie vortrugen – da floss dann auch schon mal ein Tränchen vor Rührung. Zur Belohnung für die Kids ging es ins Kino.

Auto durch Unfall zerstört

Überschattet wurde der Besuch durch den Verlust des vereinseigenen SUVs, der vor Ort für das After School Projekt genutzt wird. Der rumänische Fahrer ist am vorletzten Tag auf Eis ins Schleudern gekommen und in ein Haus geknallt. Ergebnis: Totalschaden, aber der Fahrer blieb zum Glück unverletzt. Nun muss nach einem geeigneten Fahrzeug mit Allradantrieb gesucht werden, damit auch die Dörfer angefahren werden können.

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