Klimaschutz

Preis soll Klima für Umweltschutz in Heiligenhaus fördern

Wollen Projekte wie zum Beispiel auch Elektromobilität mit dem neuen Preis fördern: (von links) Björn Kerkmann, Erster Beigeordneter der Stadt, Frithjof Gerstner (Innogy) und André Saar (Stadtmarketing).

Wollen Projekte wie zum Beispiel auch Elektromobilität mit dem neuen Preis fördern: (von links) Björn Kerkmann, Erster Beigeordneter der Stadt, Frithjof Gerstner (Innogy) und André Saar (Stadtmarketing).

Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.  Die Stadt und das Energieunternehmen Innogy loben einen mit 2500 Euro dotierten Klimaschutzpreis aus. Doch es müssen Vorgaben erfüllt werden.

Dass derzeit das Klima für mehr Umweltschutz gut ist, zeigen nicht nut die vielen Debatten zur „Fridays for Future“-Bewegung. Nicht zuletzt deshalb hofft die Stadt nun auf eine rege Beteiligung an dem ersten „Innogy Klimaschutzpreis“ in Heiligenhaus. Für die besten Ideen winken Preisgelder in Höhe von 2500 Euro. Doch es gibt einiges zu beachten.

Projekt muss der Allgemeinheit zugute kommen

Motto des Wettbewerbs ist „Mitmachen und das Klima schützen“. Ausgezeichnet werden sollen Projekte, die der Allgemeinheit zugute kommen – etwa in punkto Energieeffizienz oder Verbesserung der Umwelt –, wie der Erste Beigeordnete der Stadt Heiligenhaus, Björn Kerkmann, schildert. Dies könnten zum Beispiel Maßnahmen zur Verminderung von Lärm oder zum Abbau von Umweltbeeinträchtigungen sein – oder auch Projekte zur Erhaltung des Lebensraums etwa von Bienen, Gewässer-Renaturierungen, Wärmedämmungen sowie Ideen zum Energiesparen oder zur CO2-Reduktion. Kerkmann betont aber: „Es darf es sich nicht um ein Privatprojekt wie eine Photovoltaikanlage zur eigenen Nutzung handeln, sondern es muss öffentlich zugänglich und nutzbar sein.“

Vorschläge können bis zum 30. September eingereicht werden

Teilnehmen können Schulen und Kitas, alle Bürger, Vereine, Institutionen, Unternehmen, Personengruppen oder Arbeitsgemeinschaften. Berücksichtigt werden auch Projekte, die sich noch in der Realisierung befinden. Doch: „Sie müssen umgesetzt werden können“, erläutert Frithjof Gerstner, zuständig für kommunales Partnermanagement beim Energieunternehmen Innogy.

Eingereicht werden können die Projektvorschläge bis zum 30. September. Die Jury, bestehend aus Vertretern der Stadt und von Innogy, wollen bis November die Sieger küren. Für den ersten Preis gibt es 1250 Euro, für den zweiten 750 Euro und für den dritten Platz 500 Euro. Das Geld ist auch nicht projektgebunden, sondern kann nach eigenem Gutdünken eingesetzt werden. Gerstner: „Wenn zum Beispiel eine Kita gewinnt, könnte sie sich davon eigene Wünsche erfüllen.“

„Das Thema Klimaschutz geht uns alle an“

Den Innogy-Klimaschutzpreis gibt es seit rund zehn Jahren, wie Gerstner weiter erläutert. Auch andere Kommunen aus dem Kreis Mettmann nähmen daran teil. Deswegen habe das Unternehmen nun die Stadt Heiligenhaus zur Teilnahme angesprochen. „Da haben wir sofort zugesagt“, so der Erste Beigeordnete Björn Kerkmann. Denn: „Das Thema Klimaschutz geht uns alle an und zieht sich durch alle Bereiche.“ Und Frithjof Gerstner ergänzt: „Wir wollen mit dem Preis auch diejenigen nach vorne bringen, die sonst mit Umweltprojekten eher im Hintergrund sind.“

Stadt hofft auf neue Impulse

Von dem Wettbewerb erhofft sich André Saar vom Stadtmarketing auch noch einige neue Impulse zum Klimaschutz in Heiligenhaus. „Wir hatten vor einigen Jahren schon einmal einen Umweltschutzpreis in der Stadt. Diesen haben wir aber dann eingestellt, als keine neuen Ideen mehr kamen.“ Damals habe es aber auch noch nicht die heutige Fülle an Umweltthemen gegeben: „Da waren etwa insektenfreundliche Wiesen oder Steingärten noch nicht in aller Munde.“

Das sieht Björn Kerkmann genau so – und freut sich auf möglichst viele Bewerbungen für den Preis, denn: „Wir reden alle vom Klimaschutz. Jetzt muss auch etwas dabei herumkommen.“

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