Historische Broschüre

Neuer Cis Hilinciweg zeigt Heiligenhaus im Wandel

Der Geschichtsverein Heiligenhaus hat nun die 17. Broschüre aus der Reihe Cis Hilinciweg veröffentlicht.

Foto: Heinz-Werner Rieck

Der Geschichtsverein Heiligenhaus hat nun die 17. Broschüre aus der Reihe Cis Hilinciweg veröffentlicht. Foto: Heinz-Werner Rieck

Heiligenhaus.   Der Geschichtsverein hat die 17. Ausgabe der Broschüre veröffentlicht. Schwerpunkt sind die sichtbaren Veränderungen in Heljens.

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Heiligenhaus verändert sich. Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, kann das jeden Tag beobachten – oder ganz einfach in der neuesten Ausgabe des Cis Hilinciweg nachlesen. Die hat der Geschichtsverein nämlich jetzt druckfrisch veröffentlicht. „Themenschwerpunkt der 17. Auflage ist das Motto ‘Wandel’“, berichtet Rolf Watty, 2. Vorsitzender des Geschichtsvereins.

Exemplarisch für das sich verändernde Stadtbild schreibt Dr. Wolfgang Schwenkel in der Broschüre über die Geschichte der Gießerei August Hitzbleck und Söhne, auf deren Gelände nun das Nahversorgungszentrum entstehen soll. „Hitzbleck ist ein klassisches Beispiel für die Entwicklung von einem Bauernkotten zu einem hoch technisierten Industriebetrieb“, erklärt der Geschichtsvereinsvorsitzende Peter Ihle.

Auf dem Weg in eine hoch technisierte Zukunft

Einen zweiten Text zur heimischen Industrie hat Ruth Ortlinghaus verfasst. Sie widmet sich der Schloss- und Beschlagfabrik Wilhelm Dörrenhaus, die 1851 gegründet wurde. 2003 wurde die Produktion nach Rumänien verlagert, auf dem Gelände an der Velberter Straße tat sich jahrelang nichts. Nun sollen dort Wohnungen und Gewerbe entstehen.

Rolf Watty wirft anhand dieser Beispiele die Frage auf, ob Heiligenhaus noch Stadt der Schloss- und Beschlagindustrie sei oder bereits die Stadt der Verschlusselektronik. Dabei schlägt er den Bogen zum neuen Hochschulcampus und zu einem weiteren Artikel im neuen Cis Hilinciweg, der sich mit einem besonderen Wahl-Heiligenhauser befasst: Dr. Henning Muth hat über seinen Vater Jakob Muth geschrieben. Letzterer war Professor, lebte lange in Heiligenhaus und setzte sich für die Inklusion an Schulen ein. Und hat zuletzt auch der neuen Straße am Campus ihren Namen gegeben. „Eine sehr interessante Persönlichkeit“, resümiert Rolf Watty.

Vergebliche Suche nach Schloss Hetterscheidt

Interessant ist sicher auch der Wandel des Marktplatzes, der in seiner langjährigen Geschichte schon an verschiedenen Orten in der Stadt zu finden war und erstmals 1677 vom Landesfürsten genehmigt wurde. Diesem Thema hat sich Stadtarchivar Hartmut Nolte gewidmet.

Auch bei der Chorgemeinschaft Frohsinn hat sich in den 150 Jahren des Bestehens einiges getan, darauf blickt Peter Ihle zurück. „Die Modernisierung der Chorliteratur und die Erweiterung um das Frauenensemble haben es möglich gemacht, dass es den Frohsinn heute noch gibt“, sagt Rolf Watty.

Er selbst hat sich mit Dr. Helmut Grau auf die Suche nach Schloss Hetterscheidt gemacht. „Die Hinweise sind leider mager, aber es lohnt sich, weiter danach zu forschen.“

Weiterhin erwarten den Leser eine Heiligenhauser Chronik des Jahres 1980, der Rückblick auf eine Naturkatstrophe im Jahr 1816 aus Sicht einer Flandersbacher Familie und der Blick auf ein ganz besonderes Haus in der Hofermühle.

Thema für nächstes Heft schon im Auge

Die nächste Ausgabe soll erst wieder in rund zwei Jahren erscheinen, da die Vorbereitungszeit sehr lang sei. Ein eventuelles Thema hat der Geschichtsverein aber bereits im Auge: „Möglicherweise wird es um die Kriegs- und Nachkriegszeit und um das Thema Vertreibung gehen“, verrät Rolf Watty.

Bis dahin können sich die Heiligenhauser aber erstmal das aktuelle Exemplar des Cis Hilinciweg zu Gemüte führen.

>>> BROSCHÜRE KOSTET FÜNF EURO

  • Die 17. Ausgabe des Cis Hilinciweg ist mit einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen und kostet fünf Euro pro Stück.
  • 280 Exemplare erhalten die Mitglieder des Geschichtsvereins.
  • Ansonsten ist die Broschüre erhältlich beim Martinsmarkt am Sonntag, im Museum Abtsküche, in der Sparkasse, bei Schreibwaren Witte (Hauptstraße 138) und im SKFM-Laden im Rathauscenter.

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