Kinderbetreuung

Neue Kita zieht übergangsweise an die Tüschener Straße

Kita-Leiterin Donata Vitale-Fiedler (rechts) lässt bei der Besichtigung mit Vertretern der Stadt und des Trägers ihrer Fantasie freien Lauf. Hier, im Untergeschoss, soll ein großer Bewegungsraum entstehen.

Kita-Leiterin Donata Vitale-Fiedler (rechts) lässt bei der Besichtigung mit Vertretern der Stadt und des Trägers ihrer Fantasie freien Lauf. Hier, im Untergeschoss, soll ein großer Bewegungsraum entstehen.

Foto: STEFAN Arend

Heiligenhaus.  Während die neue Kita in der Heide gebaut wird, zieht der Träger in einen Übergangsstandort an der Tüschener Straße. Eröffnung ist im August.

In der Heide entsteht gerade eine neue Kindertagesstätte, die Bagger rollen bereits auf dem gut 2000 Quadratmeter großen Gelände an der Kurt-Schumacher-Straße. Der Träger, die Kolping Kindertagesstätten Velbert, wartet jedoch nicht bis zur geplanten Fertigstellung 2020, sondern will Heiligenhauser Kinder schon früher betreuen. Eröffnen soll die Kita daher bereits diesen August an einem Übergangsstandort an der Tüschener Straße. Dieser wurde jetzt entsprechend hergerichtet.

Zuletzt war das neue Zuhause der Kita eine Unterkunft für Flüchtlinge, davor eine heilpädagogische Kita und noch früher eine Grundschule. Wenn die Leiterin der neuen Einrichtung nun durchs frischsanierte Gebäude geht, weiß sie bereits, wie die Kita-Räume aussehen könnten. „Das wird eine Piazza für Familien“, sagt Donata Vitale-Fiedler im Eingangsbereich, „hier sollen große Kinderkonferenzen stattfinden.“

Viel bewegen und dabei die Natur erkunden

Gut 400 Quadratmeter des Gebäudes nutzt die Kita im Erd- und Untergeschoss. Die bodentiefen Fenster im Keller mit Blick auf den Garten regen die Fantasie der 54-jährigen Chefin an: Dort soll ein Bewegungsraum entstehen. „Kinder sollen sich bei uns viel bewegen und dabei die Natur einbeziehen.“ So seien Wald- und Naturerkundungen ebenso geplant wie Dreckwegtage. Dies vermittle den Kleinen, dass man sich um die Umwelt kümmern müsse.

Doch nicht nur dies würden sie mitbekommen, sagt die Leiterin und gerät regelrecht ins Schwärmen: „Wir wollen ihnen kreative Impulse geben und ihre schöpferische Ausdruckskraft stärken, damit sie sich trauen, ihre Talente zu entdecken.“ Lernen würden die Kinder zudem, „miteinander zu diskutieren, andere Meinungen zu akzeptieren und die eigene manchmal zurück zu stellen“.

Kinder werden zu Europäern erzogen

Als Gastarbeiterkind sei Donata Vitale-Fiedler überdies Integration sehr wichtig sowie ein gutes Miteinander mehrerer Kulturen. „Ich erziehe hier kleine Europäer“, sagt sie und lacht. Sie könne mit den Kindern nicht nur Deutsch, sondern auch Italienisch, Französisch und Englisch sprechen.

Es stehen nur noch wenige Nacharbeiten aus

Damit Kita so schön wird wie geplant, hat sich der städtische Immobilienservice seit einigen Monaten ordentlich ins Zeug gelegt. Die Elektrik hat er etwa erneuert, auch Türen, Tore und Zäune, die Bäder modernisiert, die Wände gestrichen, den Blitzschutz verbessert und Bäume weggenommen, damit die Kleinen einen gesicherten Weg zu ihrem Kindergarten bekommen. Angelegt wurden zudem Parkplätze. Es folgen noch wenige Nacharbeiten, dann wird der Träger die Räume möblieren und auf dem Außengelände weitere Spielgeräte aufstellen.

„Das ganze Team freut sich“, sagt Vitale-Fiedler. Zunächst werden die Kinder von drei Mitarbeiterinnen betreut, bei einer zweiten Gruppe dann von fünf, bevor es im Sommer 2020 in den dann fertigen Neubau in die Heide gehen soll. Dieser ist für drei Gruppen ausgelegt.

„Die Kinder sollen bei uns Türen fürs Leben geöffnet bekommen“, sagt die Leiterin und kann den Startschuss kaum erwarten – daher arbeiten sie, ihr Team und die Stadt eifrig daran, dass der Kindergarten am 19. August eröffnen kann.

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