Kulturfestival

Neanderland Biennale bringt zwei Theaterstücke in die Stadt

Die „Compagnie Pas de Deux“ tourt mit einem Wandertheater durch die Lande. Im Rahmen der Biennale präsentieren die Schweizer zwei Stücke in Heiligenhaus.

Die „Compagnie Pas de Deux“ tourt mit einem Wandertheater durch die Lande. Im Rahmen der Biennale präsentieren die Schweizer zwei Stücke in Heiligenhaus.

Foto: Neanderland

Heiligenhaus.  Ein Zelt, zwei Schweizer, drei Veranstaltungen: Die Neanderland Biennale gastiert in Heiligenhaus. Programm gibt es auch vom Kulturbüro.

Ein großes Banner steht vor dem Eingang des Kulturbüros: schwarz mit bunten Fotos im Seifenblasenformat. Es ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein Vorbote. Denn Ende des Monats startet das Kulturfestival „Neanderland Biennale“ im ganzen Kreis Mettmann. Den Auftakt macht ein großes Bürgerdinner in Erkrath. Wenig später zieht auch Heiligenhaus nach.

Kulturbüro-Leiterin Almuth Schildmann-Brack hat ein Herz fürs Theater. Umso mehr freut sie das diesjährige Motto der Neanderland Biennale: „Theater10“. „Die Biennale ist alle zwei Jahre. In allen zehn Städten finden verschiedene Veranstaltungen statt, auch musikalische. Doch dieses Mal ist es ausschließlich Theater“, erklärt Schildmann-Brack.

In Heiligenhaus geht es märchenhaft auf der Bühne beziehungsweise im Zelt zu. Das ähnelt einer liegenden Raupe und wird auf der Wiese zwischen der Karl-Heinz-Klein-Halle und der Gesamtschule aufgestellt. Unter dem schneeweißen Dach haben rund 200 Besucher Platz - und die Künstler, versteht sich.

Vorstellungen sind nicht bierernst

Die kommen aus der Schweiz und nennen sich „Compagnie Pas de Deux“. Wie der Name schon verrät, sind es zwei Schauspieler. Martin und Aline Del Torre ziehen mit ihrer fahrbaren Bühne als Wandertheater durch die Lande. Sie sind dabei nicht nur an das Zelt gebunden, sondern können auch den Raum drumherum zum Spielen nutzen. Die lebendige Form des Theaters lädt zum Tête-à-Tête mit dem Publikum ein.

„Die beiden interagieren mit den Zuschauern. Das passt gut, denn die Vorstellung ist nicht bierernst, sondern lustig“, sagt Stephan Nau. Er hat in seiner Zeit als Leiter des Kulturbüros das Duo gesehen und sich dafür eingesetzt, sie im Rahmen der Biennale nach Heiligenhaus zu holen. „Die Kommunen können Ideen geben. Ein Gremium entscheidet dann, welche Künstler genommen werden“, so Almuth Schildmann-Brack, für die es als frischgebackene Kulturbüro-Leiterin die erste Biennale ist.

Zwei Stücke kommen ins Zelt

Die „Compagnie Pas de Deux“ kommt gleich mit zwei Stücken nach Heiligenhaus. Los geht der Theater-Reigen mit „Ein Märchen aus der Wunderkiste“ am Donnerstag, 11. Juli. Bei diesem bedient sich Schauspieler Martin Del Torre im fantastischen Fundus der Gebrüder Grimm und erweckt die Märchen mit Musik, Tanz und Akrobatik zum Leben. „Es ist ein Stück gerade für jüngere Zuschauer und deshalb soll die erste Veranstaltung auch für Schüler und Vorschüler gedacht sein“, sagt Schildmann-Brack. Für ein paar Interessierte sei um 11 Uhr im Zelt aber sicher auch noch ein freies Plätzchen. Eine offene Vorstellung findet am Sonntag, 14. Juli, um 11 Uhr statt.

Eigenes Programm des Kulturbüros

Als zweites Stück bringen die beiden Schweizer „Die Glücksgeige“ mit ins Zelt an der Hülsbecker Straße. Auch die Geschichte eines Spielmannes, der seine Geige an den Teufel verkauft, wird mit verschiedenen akrobatischen Einlagen belebt. Aline und Martin Del Torre bleiben auf der Bühne nicht nur einer Rolle treu, sondern verkörpern mehrere Charaktere. „Das Stück ist auf jeden Fall etwas für die ganze Familie“, weiß Almuth Schildmann-Brack.

Am Samstag, 13. Juli, räumt die Compagnie um 19 Uhr das Zelt und das Kulturbüro übernimmt. Die Theatergruppe von ZWAR führt in den Abend ein. Danach übernehmen Hannes Johannsen und Sebastian „Seppo“ Grothe. Sie präsentieren beim „Little Summer Folk Evening“ ihre Zusammenarbeit als Acoustic Duo. Die Lieder und Geschichten aus der Feder von Johannsen erzählen von Liebe, Freundschaft und magischen Momenten. Für die Bewirtung sorgt das Team des Clubs. Wie auch bei den Theatervorstellungen gilt für das Programm des Kulturbüros „betaal wat de häs“, also bezahl was du hast.

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