Musikvideo

Metal-Band Backfired Hate aus Heiligenhaus macht Filmmusik

Die Heiligenhauser Metal-Band Backfired Hate hat das Musikvideo ihres neuen Songs „Disruption“ in ihrer Heimat gedreht.

Foto: Uwe Möller

Die Heiligenhauser Metal-Band Backfired Hate hat das Musikvideo ihres neuen Songs „Disruption“ in ihrer Heimat gedreht.

Heiligenhaus.   Die Heiligenhauser sind auf dem Soundtrack des Horrorfilms Scars of Xavier vertreten. Das Musikvideo drehte Regisseur Kai E. Bogatzki im Club.

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Der große Saal im Club ist völlig dunkel, ein lautes Metal-Lied dröhnt aus den Lautsprechern. Plötzlich ist die Leinwand hell erleuchtet, sie zeigt einen maskierten Mörder, der auf sein Opfer, eine Frau, einsticht. Davor, auf der Bühne, steht Sebastian Kleinschmager mit seiner Bassgitarre und rockt dazu ab, während zwei Kameraleute ihn dabei aufnehmen. Einer ist der Velberter Regisseur Kai E. Bogatzki. So beginnt der Musikvideodreh für seinen Horrorfilm „Scars of Xavier“. Für dessen Soundtrack hat die Heiligenhauser Band Backfired Hate zwei Lieder geschrieben.

„Er musste uns nicht zweimal fragen“, sagt Gitarrist Mathias Ernst, denn es sei nicht das erste gemeinsame Projekt, obschon es erste die Zusammenarbeit für einen Film ist. Der Horrorfilm über den Serienmörder Xavier spielt in Prag, wurde jedoch zusätzlich in Velbert und Heiligenhaus gedreht. „Auf Festivals hat er schon 14 Preise gewonnen“, sagt Bogatzki stolz. Erschienen ist der Streifen noch nicht, wurde aber auf der Berlinale bereits einigen Interessenten zum Kauf angeboten. Das Musikvideo, in dem auch Hauptdarsteller Marc Engel als der frauenmordende Xavier auftritt, ist als Bonus-Material auf der künftigen Blu-Ray geplant.

Der Song Disruption ist eine „groovige Nummer“

„Wir hatten freie Hand“, freut sich Sänger Sebastian Ernst, der die beiden Songs „Disruption“ und „Reanimate My Soul“ sowie deren Texte geschrieben hat. Ersterer sei „eine groovige Nummer“, mit der die Heljenser Metal-Band sich einem breiteren Publikum öffnen möchte – nicht zuletzt durch das neue Video. „Der Song sticht wirklich raus“, ergänzt Mathias Ernst seinen Bruder. „Der Gesang ist melodisch, und das Hauptaugenmerk liegt klar auf der Stimme.“ Das sei auch für die Fans von Backfired Hate eine Facette, die sie von der Band so noch nicht kennen.

Inhaltlich knüpfen die Lieder an „Scars of Xavier“ an. So nehmen sie etwa auf, dass der Protagonist zerrissen ist zwischen seinem Mordtrieb und dem Verlangen nach Liebe und Geborgenheit. Gesehen haben aber auch die Bandmitglieder den fertigen Film bislang noch nicht – das Ende soll weiterhin ein Geheimnis bleiben. Orientiert hat sich Sebastian Ernst jedoch an ausgewählten Szenen und einigen Erläuterungen des befreundeten Regisseurs.

Blutiges Massaker auf der Bühne

Dieser ist von der Musik richtig angetan: „Backfired Hate war meine Wunschband für das Projekt, und sie haben meinen Geschmack voll getroffen.“ Zudem habe er viel Spaß an dem Videodreh, sagt Bogatzki, und das sei bei den anderen Beteiligten genauso. Doch die interessanteste Szene würde erst später am Abend kommen: Dann treten Hauptdarsteller Marc Engel und 14 Statisten vor die Kameras, tragen alle die charakteristische Mördermaske und beginnen ein Massaker. „Dafür brauchen wir viel Kunstblut – und die Band kriegt richtig viel davon ab.“

Backfired Hate ist bereits sehr gespannt auf das fertige Musikvideo. Die beiden neuen Lieder sowie zwei weitere sollen demnächst auf einer Platte veröffentlicht werden. Die Release-Party ist im kommenden Herbst geplant, „natürlich im Club“, versprechen die Metal-Musiker. Das Video zu Disruption wird dabei vielleicht auch gezeigt.

>>> Erstveröffentlichung in den USA geplant

  • Zu Backfired Hate gehören: Matthias Ernst (Guitarre), Sebastian Ernst (Gesang), Sebastian Kleinschmager (Bass), Christian Johne (Gitarre) und Matthias Kleinschmager (Schlagzeug).
  • Der Film Scars of Xavier englischsprachig, soll zunächst in den USA erscheinen und dann synchronisiert in Deutschland. Infos auf: facebook.com/scarsofxavier

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