Leserärger

Marode Heiligenhauser Brücke wird endlich erneuert

Die Sperrung der maroden Brücke auf dem Christine-Teusch-Weg führt dazu, dass viele Heiligenhauser große Umwege in Kauf nehmen müssen

Die Sperrung der maroden Brücke auf dem Christine-Teusch-Weg führt dazu, dass viele Heiligenhauser große Umwege in Kauf nehmen müssen

Foto: Karin Billerbeck

Heiligenhaus.  Die Brücke auf dem Christine-Teusch-Weg ist seit Monaten gesperrt, ein echtes Ärgernis für viele Heiligenhauser. Nun soll dort etwas passieren.

Viele Bürger aus der Heide nutzen normalerweise den Christine-Teusch-Weg als Abkürzung zum Real-Markt. Seit einigen Monaten geht das nicht mehr: Die Brücke, die über den Laubecker Bach führt, wurde von der Stadt aus Verkehrssicherheitsgründen gesperrt. Seitdem müssen die verärgerten Heiligenhauser den großen Umweg über den Südring nehmen. Jetzt aber soll es endlich voran gehen.

Eigentlich kann sich Karin Billerbeck nur wundern: Immer wenn die Koblenzerin ihren Freund an der Tersteegenstraße in Heiligenhaus besucht und sie gemeinsam eine große Runde im Bereich Heide mit dem Hund drehen wollen, kommen sie an einer Stelle nicht weiter:

Sperrung ärgert die Bürger seit Monaten

Die Brücke, die über den Laubecker Bach führt ist gesperrt, seit Monaten. „Ich weiß, dass vor einiger Zeit ein Teil des Weges aufwendig instand gesetzt wurde und finde das auch gut. Und ich weiß auch, dass die Brücke einen neuen Belag bekommen hatte, der aber nicht lange hielt und brüchig wurde und deshalb alles gesperrt wurde“, erzählt Karin Billerbeck, „nun ist die Brücke schon so lange gesperrt, es passiert nichts, außer dass die Leute einfach durch den meistens trockenen Bachlauf an der Absperrung vorbei gehen. Und was macht die Stadt? Statt die Brücke zu erneuern, macht sie die Absperrungen bürgersicher, so dass nun ein ganzes Viertel vom umweltfreundlichen Einkauf zu Fuß abgeschnitten ist – und auch per Rad.“

Genehmigung lies lange auf sich warten

Karin Billerbeck ist nicht die Einzige, die sich ärgert. „Wir müssen jetzt immer über den Südring nach Real laufen“, klagt auch eine ältere Frau, „das ist ein Zumutung, manch einer schafft diese weiten Strecken doch gar nicht mehr.“

Nina Bettzieche von der städtischen Verwaltung weiß um die Unannehmlichkeiten und bittet um Verständnis. „Es ist so, dass wir die Brücke aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen im Herbst gesperrt haben“ erklärt die Stadtplanerin, „seitdem wollten wir das Problem schnellstmöglich beheben. Es ist nur so, dass wir eine Genehmigung der Unteren Wasserbehörde für ein solches Ersatzbauwerk benötigen und darauf bis zum 23. Dezember gewartet haben.“ Die lange Wartezeit könnte daran gelegen haben, dass an der Stelle nicht einfach eine neue klassische Brücke mit Gelände gebaut wird, sondern ein sogenannter Durchlass entsteht.

„Die Auftragsarbeiten sind jetzt ausgeschrieben, ein Fertigteil wurde bereits bestellt, so dass wir hoffen, zeitnah mit dem Bau beginnen zu können.“ Karin Billerbeck jedenfalls freut sich, dass nun ein Ende der Sperrung in Sicht zu sein scheint. „Ich freue mich wirklich in erster Linie für die vielen alten Menschen, die doch sehr unter dem riesigen Umweg zu leiden hatten.“

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