Sanierung

Marode Brücke in der Hofermühle wird bald verstärkt

Für Lastwagen ist die Brücke an der Ratinger Straße in der Hofermühle derzeit gesperrt. Das soll sich bald ändern.

Für Lastwagen ist die Brücke an der Ratinger Straße in der Hofermühle derzeit gesperrt. Das soll sich bald ändern.

Foto: Ulrich Bangert

Heiligenhaus.   Das Bauwerk in der Hofermühle erhält eine Unterkonstruktion aus Spritzbeton. Währenddessen wird es zu Sperrungen auf der Ratinger Straße kommen.

Die Hängepartie bei der Brücke in der Hofermühle soll bald endlich vorbei sein. Seit Monaten ist das marode Bauwerk für Lastwagen gesperrt, weil es den Belastungen womöglich nicht standhalten würde. Nun hat Straßen.NRW den Termin für die Sanierung der Brücke bekannt gegeben.

Die rund 100 Jahre alte Brücke über die Kalkbahn an der Ratinger Straße bereitet bereits seit einiger Zeit Kopfzerbrechen, weil sich Risse und Durchfeuchtungen gebildet hatten. Nachdem diese Mängel im Jahr 2016 festgestellt wurden, wurde eine Baustellenampel installiert, der Verkehr durfte nur noch einspurig über das Bauwerk rollen. Im September 2017 wurde die Brücke dann aufwendig saniert und die Baustellenampel konnte entfernt werden. Im September 2018 wurde die Brücke für Lkw gesperrt, weil erneute Schäden aufgetreten waren. Das Durchfahrtsverbot wurde allerdings immer wieder missachtet.

Am 11. Juni soll es losgehen

Straßen.NRW plante zunächst, das Bauwerk noch im Herbst 2018 von unten mit einem Gerüst aus Spritzbeton zu verstärken. Das hätten die Temperaturen aber nicht mehr zugelassen, so der Landesbetrieb. Eigentlich sollte es dann im Frühjahr losgehen. „Wir mussten uns aber mit der Bahn abstimmen, die die Strecke ja nutzt, und auch das Vergabeverfahren für den Auftrag selbst war aufwendig“, berichtet Stephan Huth, Projektleiter Brückenbau von Straßen.NRW in Mönchengladbach. Nun sei der Starttermin aber in Sicht: „Wir wollen am 11. Juni vor Ort starten.“

Die Arbeiten kosten rund 250.000 Euro und werden aus Landesmitteln bezahlt. Zunächst sollen vorbereitende Maßnahmen stattfinden. So muss zuerst das Stahlgerüst unter dem Brückenbogen angebracht werden, bevor der Beton dann in dieses Gerüst gespritzt werden kann. „Wir hoffen auf trockenes Wetter, da der Beton aushärten muss“, erklärt Huth. Man werde überwiegend nachts arbeiten, da Schwingungen des Straßenverkehrs von oben diesen Prozess stören würden.

Brücke wird nachts für den Verkehr gesperrt

Während der Arbeiten werde die Brücke deshalb nachts voll für den Verkehr gesperrt. Genaue Uhrzeiten und Tage nannte Straßen.NRW aber noch nicht. Eine Umleitung führt während der Sperrungen über die Meiersberger Straße und Flandersbach beziehungsweise über die A 44.

Mitte August, schätzt Stephan Huth, werde die Baufirma ihre Arbeiten dann beenden. Die letzten zwei bis drei Wochen seien aber nur noch Restarbeiten zu erledigen, beispielsweise sollen die Brückenkappen oben an der Außenseite nochmal verstärkt werden. „Wir rechnen damit, dass Lkw die Brücke schon Anfang August wieder befahren können“, sagt Huth. Bis zu einem Neubau der Brücke (siehe Infokasten) wird das dann hoffentlich die letzte Maßnahme am maroden Bauwerk gewesen sein.

>> STRASSENSPERRUNG BEI NEUBAU SOLL VERMIEDEN WERDEN

  • Nach dem Lückenschluss der A44 (nicht vor Ende 2022) will Straßen.NRW die Brücke abreißen und einen Neubau errichten. Laut Stephan Huth vermutlich circa an der gleichen Stelle. Damit wäre die Hofermühle während der Bauzeit, die mindestens ein Jahr betragen würde, über die Ratinger Straße nicht passierbar.
  • Straßen.NRW denkt daher darüber nach, für die Dauer des Neubaus direkt daneben eine Behelfsbrücke über den Abgrund zu schieben. „Wir haben die große Verkehrsbedeutung der Straße erkannt“, sagt Stephan Huth.
  • Auch die Stadt Heiligenhaus hofft auf eine Lösung ohne komplette Straßensperrung in der Hofermühle. Die kleine Straße In der Leibeck könne das hohe Verkehrsaufkommen nicht aufnehmen, so Jürgen Kaufmann von der Straßenverkehrsbehörde. Die Entscheidung in dieser Sache liegt bei Straßen.NRW.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben